Erst war da die Entrüstung über den Verrat. Dann folgte am Montag der Jubel über Gold. Und danach hat sich Schadenfreude breitgemacht. Supporter von Slopestyle-Olympiasiegerin Mathilde Gremaud haben Misra Noto ins virtuelle Visier genommen.
«Wenn der Ruf des Geldes dich deine Werte verlieren lässt und das Karma sich gegen dich wendet», schreibt eine Person am vergangenen Mittwoch zu einem Instagram-Beitrag Notos vom 19. Oktober 2020.
Wieso ein derart alter Post für diesen Kommentar herhalten muss? Ganz einfach: Erstens scheint der Zürcher Skifreestyle-Trainer keiner zu sein, der allzu häufig auf Instagram aktiv ist, sprich die Auswahl hält sich in Grenzen. Und zweitens hat er bei seinen zwei aktuellsten Posts, die auch nicht wirklich gerade neueren Datums sind, kürzlich die Kommentarfunktion deaktiviert – der Hohn und der Spott waren ihm wohl zu gross. Was ihn aber nicht davor bewahrt, dass einige User immer noch Schweizer-Fahne-, Clown- und Tränen-lachende-Emojis unter Einträge posten, bei denen es halt noch möglich ist.
Misra Noto entschied sich dazu, als Trainer Mathilde Gremaud vor den Olympischen Spielen den Rücken zu kehren und ins Lager ihrer grössten Konkurrentin, Eileen Gu, zu wechseln. Für die Fans von Gremaud natürlich ein No-Go, zumal Noto denselben Move auch vor vier Jahren vor dem Mega-Event in Peking abzog.
Nun: Der für China startenden Gu misslang am Montag bei ihrem zweiten und dritten Run sogleich das erste Rail und musste sich deswegen hinter Gremaud mit Slopestyle-Silber begnügen – wie übrigens auch schon 2022.
