Neureuther rechnet im Podcast mit Vonn-Kritikern ab
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«Ärzte, die null Ahnung haben»:Neureuther rechnet im Podcast mit Vonn-Kritikern ab

«Medizinisch heikle Situation»
Jetzt spricht der Chefarzt über die Vonn-OP

Bei ihrem Sturz in der Olympia-Abfahrt hat sich die amerikanische Speed-Queen schwer verletzt. Ihr Arzt spricht von einer «medizinisch heiklen Situation», die gemeistert wurde.
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Lindsey Vonn stürzte in der Olympia-Abfahrt schwer.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lindsey Vonn stürzte am 8. Februar 2026 schwer in Cortina
  • Dr. Stefano Zanarella führte drei Operationen an ihrem Schienbein durch
  • Vonn fiel nach nur 13 Fahrsekunden bei Olympia-Abfahrt
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Julian SigristRedaktor Sport

Fünf Tage ist es her, dass Lindsey Vonn (41) bei der Olympia-Abfahrt in Cortina heftig gestürzt ist. Nach nur 13 Fahrsekunden kam die Speed-Queen zu Fall und zog sich dabei eine komplizierte Fraktur im linken Schienbein zu. Drei Operationen musste Vonn seither über sich ergehen lassen, wie sie am Mittwochabend auf Instagram erzählte. Dabei bedankte sie sich auch beim «hervorragenden medizinischen Personal».

Die Eingriffe waren unter der Leitung von Stefano Zanarella, Leiter der Orthopädie im Krankenhaus Ca' Foncello in Treviso, durchgeführt worden. Dieser meldet sich nun in der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» zu Wort und erzählt: «Die Worte der Patientin machen uns stolz. Vor allem, weil wir eine medizinisch heikle Situation gemeistert haben, die noch andauert.»

«Vonn ist eine vorbildliche Patientin»

Zanarella erklärt, dass das Ca' Foncello ein «Olympia-Krankenhaus» sei, weshalb man wusste, dass bestimmte Situationen eintreten können. Darauf habe man sich vorbereitet. «Das Personal ist geschult und jederzeit einsatzbereit. Wir haben diesen komplizierten Fall mit einem Expertenteam behandelt und jeden Schritt des Heilungsprozesses gemeinsam abgestimmt. Mit dem bisherigen Verlauf sind wir zufrieden.»

Gleichzeitig stellt der behandelnde Chefarzt klar, dass das Team den «gleichen Einsatz wie bei jedem anderen Patienten» gezeigt hätte – ohne sich davon beeinflussen zu lassen, dass es sich um eine «grosse Sportlerin» handelt. «Lindsey Vonn ist eine vorbildliche Patientin, ebenso wie ihr amerikanisches Team und die Ärzte des US-Verbandes, die uns wirklich helfen. Sie sind nicht nur grossartige Fachleute, sondern auch hervorragende Menschen.»

Picabo Street hatte böse Vorahnung

Dass es zu Vonns Verletzung kommen würde, hatte eine andere US-amerikanische Ski-Ikone bereits im Vorfeld befürchtet. «Als ich die Nummer 13 sah, musste ich fast kotzen. Ich habe kaum geschlafen. Ich habe die ganze Nacht geweint und auch am Morgen. Ich konnte es einfach nicht abschütteln», sagt Picabo Street (52), die 1998 in Nagano Olympiasiegerin in der Abfahrt wurde, gegenüber der «New York Times».

Street stürzte beim Weltcupfinal 1998 selbst schwer und zog sich dabei einen Bruch des linken Oberschenkels und einen Kreuzbandriss zu – und das an einem Freitag, dem 13. Sie hofft nun auf eine möglichst schnelle Genesung von Vonn: «Ich möchte, dass ihr Bein wieder funktioniert. Ich möchte, dass ihre Nerven wieder funktionieren. Ich möchte, dass sie wieder ihren ganzen Körper bewegen kann.»

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