Die dicke Ärger-Akte von Breel Embolo
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Corona und Verkehrssünden:Die dicke Ärger-Akte von Breel Embolo

Nach Covid-Urteil
Breel Embolo darf nicht zur Schweizer Nati reisen

Die kommenden Nati-Spiele in der Nations League finden ohne Breel Embolo statt. Der Stürmer wird nicht wie vorgesehen zur Mannschaft stossen. Hintergrund sind die gefälschten Covid-Zertifikate, für die Embolo verurteilt wurde.
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Breel Embolo wird nicht zur Schweizer Nati stossen.
Foto: Toto Marti
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

Breel Embolo (29) wird die kommenden Länderspiele in der Nations League nicht mit der Nati bestreiten. Wie der Schweizerische Fussballverband (SFV) am Freitagnachmittag mitteilt, hat Embolo «den Verband über die heute in den Medien bekannt gewordene Angelegenheit aus seinem Privatleben informiert». 

Wie im Fall Xhaka sind auch bei Embolo gefälschte Corona-Dokumente der Hintergrund. Embolo hatte sich 2021 bei einem Bekannten zwei gefälschte Covid-Testzertifikate beschafft. Wie «Schweiz heute» am Freitag berichtet, wurden die Zertifikate von einer Mitarbeiterin eines Basler Labors ausgestellt. Diese hatte eigene Nasen- und Rachenabstriche unter fremden Namen zur Analyse eingereicht. Ausserdem erstellte sie Fälschungen mit einer Word-Vorlage, die sie anpasste und in PDF-Dokumente umwandelte.

Der Bekannte, von dem Embolo die gefälschten Zertifikate damals erhalten hat, war Mitglied bei den Hells Angels. Bei einer Ermittlung gegen diesen stellte die Staatsanwaltschaft Chats sicher, wobei sie auf den Namen von Embolo stiessen. Im Strafprozess gegen das Hells-Angels-Mitglied, der vor zwei Jahren für grosses Aufsehen sorgte, wurden Embolos gefälschte Dokumente bekannt.

Embolo wurde verurteilt und akzeptiert Strafmass

Nicht publik war bisher, wie der Fall für Embolo ausging – bis jetzt. Am Freitag hatte CH Media das Strafmass aus dem Strafbefehl aus dem Jahr 2025 bekannt gemacht. Wie Recherchen von «Schweiz heute» zeigen, erliess die Basler Staatsanwaltschaft am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen den Stürmer. Embolo erhielt eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 3000 Franken. Die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Der Nati-Stürmer hat das Strafmass akzeptiert, wie er auf Anfrage von «Schweiz heute» schreibt: «Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert». Weiter lässt er ausrichten, dass der Strafbefehl einen Sachverhalt betreffe, über den die Medien bereits berichtet hatten.

«Fokus bestmöglich auf Nations League gerichtet»

Im Zusammenhang mit dem publik gemachten Strafbefehl entschied die Verbandsführung am Freitag, dass der Spieler nicht wie vorhergesehen zur Nati stossen wird. Der laufende Zusammenzug findet somit ohne den Stürmer statt, «damit der Fokus des Teams bestmöglich auf die bevorstehenden Nations-League-Partien gerichtet bleibt»., wie der SFV schreibt.

Die Nati bestreitet am Samstag (20.45 Uhr) das erste Spiel der National-League-Kampagne gegen Nordmazedonien. Embolo hätte diese Partie sowieso verpasst, weil er wegen seiner Schwalbe im WM-Viertelfinal gegen Argentinien gesperrt wurde. Ursprünglich wäre der 29-Jährige aber anschliessend für das Spiel gegen Schottland in Glasgow (Dienstag, 20.45 Uhr) zur Mannschaft gestossen und auch für die Partien gegen Slowenien (3. Oktober) und Nordmazedonien (6. Oktober) in Luzern zur Verfügung gestanden. Nun darf Embolo nicht zur Nati reisen. 

Damit fehlt nach Granit Xhaka ein weiterer langjähriger Leistungsträger der Nati. Der Nati-Captain stösst nicht zum Team, nachdem er am Montag zugegeben hatte, 2022 gefälschte Impfzertifikate gekauft zu haben. 

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