Rennfahrer rettet Konkurrent aus brennendem Auto
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Nach fatalem Unfall:Rennfahrer rettet Konkurrent aus brennendem Auto

«Schulde ihm mein Leben»
Rennfahrer wird von Rivale aus Feuerhölle gerettet

Es sind dramatische Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden: Nach einem heftigen Crash steht ein Ferrari in Shanghai plötzlich in Flammen. Im Cockpit sitzt Ollie Millroy fest. Sein Konkurrent Loek Hartog hält an und rettet den Briten aus dem brennenden Wrack.
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Aus dieser Feuerhölle entkommt Ollie Millroy verhältnismässig unbeschadet.
Foto: Instagram/ @olliemillroy

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rennfahrer Loek Hartog rettet Ollie Millroy aus brennendem Ferrari in Shanghai
  • Rettungsaktion dauerte rund 49 Sekunden, Millroy erlitt mehrere Verletzungen
  • Rennorganisation in Kritik: Team beklagt mangelhafte Notfallversorgung vor Ort
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Lynn PiubelRedaktorin Sport

Es sind Bilder wie aus einem Actionfilm: Ein Rennwagen steht nach einem heftigen Massencrash in Flammen. Im Cockpit sitzt der britische Pilot Ollie Millroy (36) und kommt nicht aus eigener Kraft heraus. Dann hält ein Konkurrent an, steigt aus und rennt, ohne zu zögern, mitten ins Inferno.

Die dramatischen Szenen ereigneten sich am Samstag beim China GT auf dem Shanghai International Circuit. Rund 20 Minuten waren gefahren, als es zu einer folgenschweren Kollision kam. Der BMW von Neil Verhagen geriet beim Kampf mit einem Ferrari auf die feuchte Wiese und verlor die Kontrolle. Die beiden Autos rutschten zurück auf die Strecke und trafen Millroys Ferrari seitlich. Sekunden später stand der Wagen des Briten in Flammen.

Der niederländische Fahrer Loek Hartog (23) war unmittelbar dahinter unterwegs. Als er den Feuerball sah, stoppte er seinen Porsche. Er sprang aus seinem Rennwagen und rannte zu Millroy. Mit einem Feuerlöscher bekämpfte Hartog die Flammen und versuchte zunächst, den Piloten aus dem Cockpit zu befreien. Schliesslich gelang es ihm, Millroy aus dem brennenden Ferrari zu ziehen. Die Rettungsaktion dauerte laut Aufnahmen rund 49 Sekunden.

Millroy überlebt, die Kritik bleibt

Millroy überlebte, erlitt aber fünf gebrochene Rippen, einen Schlüsselbeinbruch sowie Verletzungen an Hand und Finger und eine Lungenprellung. An den Unfall selbst kann er sich kaum erinnern. «Ich bin heute nur dank eines Mannes noch am Leben: Loek Hartog», schrieb er später. «Ich schulde dir mein Leben.»

Hartog selbst spielt seine Tat herunter. Er habe beim Anblick des brennenden Autos keine andere Entscheidung treffen können: «Nach allem, was ich sehen konnte, ging ich natürlich davon aus, dass der Fahrer nicht allein aussteigen konnte. Also hielt ich an, stieg aus und ging zum Auto. Ich hatte keinen Moment Zweifel.» Es sei zwar beängstigend gewesen, doch für ihn habe nur gezählt, Millroy zu helfen.

Für Wirbel sorgt gleichzeitig die Reaktion der Rennorganisation. Millroys Team kritisiert, dass zunächst keine ausreichende Hilfe vor Ort gewesen sei. Die Mannschaft wirft den Verantwortlichen schwere Mängel bei der Notfallversorgung vor und zog sich aus dem weiteren China-GT-Wettbewerb zurück. Die Organisatoren entschuldigten sich inzwischen und kündigten eine Untersuchung der Sicherheits- und Rettungsabläufe an.

Hartog erntet dafür nicht nur sportliche Anerkennung. Für Millroy ist er der Mann, dem er sein Leben verdankt.

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