Darum gehts
- Franjo von Allmen fährt erstmals beim Töff-Event Erzbergrodeo mit
- Nur 15 von 500 Fahrern schaffen es ins Ziel des Extrem-Töff-Rennens
- Von Allmen erreicht 10 von 27 Checkpoints, landet auf Rang 264
In seinem angestammten Ski-Alpin-Umfeld ist Franjo von Allmen (24) in einem Rennen höchstens zweieinhalb Minuten unterwegs. Ganz anders sieht das beim Sommer-Abenteuer des Berner Olympiasiegers aus – von Allmen sitzt beim verrückten Töff-Rennen Erzbergrodeo in der österreichischen Ortschaft Eisenerz beeindruckende vier Stunden im Sattel. Er landet auf Rang 264.
Beim kultigen Extrem-Enduro-Event starten die wenigen Profis und hunderte Amateure im selben Rennen. Das Erzbergrodeo gilt als eines der härtesten Töff-Rennen der Welt, seit der ersten Austragung vor 30 Jahren kamen lediglich 1,73 Prozent aller Teilnehmer überhaupt ins Ziel. Auch diesmal schaffen nur 15 Piloten von 500 die gesamte Strecke.
Von Allmen bewältigt zehn von 27 Checkpoints
Von Allmen hatte sich am Samstag für das Finale vom Sonntag der 500 Schnellsten Enduro-Enthusiasten qualifiziert. Am Renntag erkennt der Speed-Spezialist dann am eigenen Leib, warum das Erzbergrodeo berühmt-berüchtigt ist. Es ist der pure Überlebenskampf auf zwei Rädern. Viele Passagen sind derart steil oder mit Felsbrocken versperrt, dass schon ein Vorwärtskommen im Schritttempo ein Erfolg ist. Von Allmen schafft in den vier Rennstunden immerhin zehn der 27 Checkpoints.
Lange mithalten kann auch von Allmens Kumpel Kevin Wälti, mit dem er all seine Töff-Abenteuer bestreitet. Sein bester Freund fährt lange in denselben Rangregionen wie der Olympiasieger, doch Wälti strandet irgendwo vor dem zehnten Checkpoint.
Auch Event-Sponsor Red Bull ist stolz auf den prominenten Teilnehmer, im Livestream kommt von Allmen zu Wort. «Hier dabei zu sein, war schon lange mein Traum. Ich wollte das Erzbergrodeo unbedingt einmal selber erleben. Auf der Skipiste muss ich meine Leistung bringen. Hier hingegen nehme ich einfach aus Spass teil, es ist eine Herausforderung für mich selber.»
Nun hat er sie gemeistert. Übrigens, für die Ski-Fans mit Benzin im Blut: Von Allmen nahm auf einer 300-ccm-Zweitakt-Maschine von KTM teil.