Vom 5. bis zum 8. März hätten sich die besten Wasserspringerinnen und -springer beim Weltcup in der mexikanischen Stadt Zapopan messen sollen. Daraus wird nichts: Wie der internationale Schwimmverband World Aquatics, der auch für das Wasserspringen zuständig ist, mitteilt, wird der Event abgesagt. Der Entscheid erfolge nach einer «umfassenden Bewertung von Reisewarnungen, die Reisen nach Mexiko limitiert oder davon abgeraten haben» und in Absprache mit dem mexikanischen Schwimmverband und den zuständigen Behörden des Bundesstaats Jalisco.
Dort ist die Gewalt seit der Tötung des Drogenbosses «El Mencho» am vergangenen Wochenende eskaliert. Es herrschen chaotische Zustände, Dutzende Menschen sind den Auseinandersetzungen zwischen Bandenmitgliedern und den Sicherheitskräften bereits ums Leben gekommen. Auch das Eidgenössische Departement des Äusseren (EDA) ruft zu «höchster Vorsicht» auf. Dies wirft auch Fragen zur Durchführung der Fussball-WM im kommenden Sommer auf: Jaliscos Hauptstadt Guadalajara ist Austragungsort von vier Endrunden-Partien. Bereits in vier Wochen soll dort zudem ein Teil der interkontinentalen Qualifikations-Playoffs über die Bühne gehen.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum versuchte zuletzt, die Gemüter zu beruhigen und betonte im Hinblick auf die WM: «Es gibt kein Risiko für die Besucher. Alle Garantien sind gegeben.»
Für die Wasserspringerinnen und -springer gilt dies offenbar nicht. Von der Absage betroffen ist auch eine Schweizerin: Michelle Heimberg hat einen Start in Zapopan geplant.