Darum gehts
Rudern
Nach dem historischen Gold-Coup des Frauen-Doppelvierers am Samstag sorgt Swiss Rowing auch am Schlusstag der Europameisterschaften in Varese für Edelmetall.
Die im Tessin geborene Ruderin Claire Ghiringhelli (48) gewinnt im Para-Einer Bronze und beschert der Schweiz die zweite Medaille dieser EM. Im Zweikampf um Silber mit der Holländerin Eva Mol muss sie sich knapp geschlagen geben und darf sich über Bronze freuen.
Dabei beginnt der Finaltag am Lago di Varese mit einer längeren Zwangspause. Ein heftiges Gewitter in der Region legt den Regattabetrieb zunächst lahm, der Zeitplan muss deutlich nach hinten verschoben werden. Um verlorene Zeit aufzuholen, finden die Rangverkündigungen später direkt am Steg statt – die Athletinnen und Athleten bleiben während der Medaillenübergabe in ihren Booten sitzen – ein ungewöhnliches Bild.
Weitere Schweizer verpassen Medaillen klar
Weniger erfolgreich verlaufen die beiden anderen Finals mit Schweizer Beteiligung. Aurelia-Maxima Janzen (22) erwischt bei den Frauen einen Blitzstart und führt das Feld zunächst an, verliert ihre Spitzenposition jedoch bereits in der ersten Rennhälfte. Auf den zweiten 1000 Metern wird sie bis auf Rang sechs zurückgereicht.
Auch Kai Schätzle (25) beendet den Männer-Einer auf Platz sechs. Der Schweizer hält zu Beginn noch Kontakt zur Spitze, muss die Konkurrenz aber bald ziehen lassen und verpasst eine Medaille deutlich. Europameister wird der Deutsche Oliver Zeidler.
In der Königsklasse (dem Achter) ohne Schweizer Beteiligung dominiert Rumänien beide Rennen. Sowohl der Männer- als auch der Frauen-Achter gewinnt souverän Gold. Für Swiss Rowing endet die EM damit mit zwei Medaillen.