Zur WM-Vergabe nach Saudi-Arabien
Dringend gesucht: Gute Rechtfertigung!

Vor der WM in Katar hiess es, man hätte die Austragung viel früher verhindern sollen. Jetzt, wo es um das Turnier in Saudi-Arabien geht, scheinen sich die Kritiker von damals sich nicht mehr an ihre Worte erinnern, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Zwei, die sich verstehen: Prinz Mohammed bin Salman, Machthaber von Saudi-Arabien, und Gianni Infantino, Präsident des Weltfussballverbands Fifa.
Foto: keystone-sda.ch
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Emanuel GisiSportchef

Was war der Aufschrei gross. Es ist ein bisschen mehr als zwei Jahre her, da konnte es Fussball-Europa kaum fassen: Die WM 2022 würde tatsächlich in Katar stattfinden. Im Winter, in einem Mini-Emirat in der Wüste, wo Fussball keinerlei Tradition hat und Menschenrechte schon gar nicht. 

In Crashkursen wurden Fussballfans zu Experten in katarischem Arbeitsrecht. Boykottpläne wurden geschmiedet und verworfen, Verbände wollten mit Kapitänsbinden Zeichen setzen. Am Ende passierte … nichts.

Ein beliebter Satz damals: Das hätte man früher verhindern müssen. Es war ja auch nicht falsch: So kurz vor dem Turnier alles über den Haufen zu werfen, das wäre schwierig geworden.

Saudi-Arabien liegt zwischen Usbekistan und Belarus im Demokratie-Ranking

Gut möglich, dass es 2034 kurz vor Anpfiff der WM in Saudi-Arabien ähnlich klingen wird. Am Mittwoch vergibt der Fifa-Kongress die WM in das Königreich, obwohl dessen Sündenregister lang und düster ist: schwerwiegende Missstände bei Frauenrechten, Meinungsfreiheit, Arbeitsrecht und im Umgang mit Andersdenkenden und Minderheiten. Im Demokratie-Index des «Economist» ist es zwischen Usbekistan und Belarus auf dem verheerenden 150. Platz klassiert und wird als autoritäres Regime eingestuft. 

Das alles ist bestens dokumentiert und bekannt. Wenn es 2034 heisst, man hätte die Wüsten-WM früher verhindern müssen, wird heute gemeint sein. Und trotzdem wird es beim Fifa-Kongress keine ernsthafte Diskussion mehr geben. Die Europäer haben sich in ihr Schicksal ergeben und die als alternativlos präsentierte Austragung akzeptiert. Jetzt haben sie zehn Jahre Zeit, sich eine gute Rechtfertigung dafür zu überlegen.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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