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Fifa-Präsident Infantino:«Ich habe Iran versprochen, dass sie kommen können»

Viel Selbstlob vor der WM
Infantino: «Ich hätte die Iraner, wenn nötig, selbst mit dem Bus hergefahren»

So spektakulär und kontrovers wie vor dreieinhalb Jahren in Katar ist die Pressekonferenz vor der WM-Eröffnung dieses Mal nicht. Dennoch hält sich Gianni Infantino mit Lob für die eigene Arbeit nicht zurück.
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Die Pressekonferenz mit Gianni Infantino vor dem Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt bietet viel Selbstlob des Fifa-Präsidenten.
Foto: FIFA via Getty Images

Am Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika spricht Gianni Infantino (56) zur Weltpresse. Eine knappe halbe Stunde dauert die Rede des Fifa-Präsidenten. Doch im Gegensatz zu 2022, als er in Katar versuchte, eine epische Rede zu halten («Heute fühle ich mich schwul, heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Migrant»), verzichtete der Walliser auf allzu viel Pathos. Und für einmal war auch US-Präsident Donald Trump kein grosses Thema.

Er wolle zwar vor allem über Fussball sprechen, so Infantino, doch der Walliser nannte die im Vorfeld des Turniers aufgetauchten Probleme beim Namen: das Thema Iran, die hohen Ticketpreise und die Visa-Probleme.

Er zeigte sein Mitgefühl mit dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan, dem die Einreise in die USA verweigert wurde, so wie all den anderen, denen das gleiche Schicksal blüht(e). «Wir versuchen im Hintergrund unser Bestes, aber wir sind nicht die Könige der Welt und können Staaten vorschreiben, wen sie in ihr Land lassen müssen.» Klar würde er das gerne. «Aber leider leben wir in einer sehr aggressiven Welt. Die Sicherheit steht über allem, das müssen wir akzeptieren», so Infantino.

Selbstlob für Iran-Teilnahme

Beim Thema Iran lobte der Schweizer sich selbst und die Fifa. «Ich habe im März den Iranern versprochen, sie notfalls auch persönlich mit dem Bus in Teheran abzuholen und an die WM zu fahren.» Sein Versprechen habe er gehalten, auch wenn es den Iranern nur gestattet ist, für ihre drei Gruppenspiele aus ihrem Basecamp in Mexiko in die USA einzufliegen. «Wer hätte das sonst geschafft?» Er wünsche sich, dass alle Fans weltweit während den Spielen ihre Alltagsorgen für einen Moment vergessen könnten. «Wenn wir das schaffen, ist die WM ein Erfolg.»

Die Hochpreis-Strategie bei den Tickets verteidigt er. Mit 60 Dollar für die günstigen Tickets seien diese billiger als jene für die laufenden NBA-Playoffs oder in anderen amerikanischen Sportarten. Die WM sei innerhalb von vier Jahren die einzige Möglichkeit für die Fifa, Geld zu verdienen. Alle 47 anderen Monate würde dieses weltweit in den Fussball investiert. «In Südsudan, Sierra Leone, Bhutan, Vanuatu und East Timor. Wer macht das ausser wir? Niemand.» Zudem fügte Infantino an, dass die Fifa viermal mehr als die derzeit rund elf bis zwölf Milliarden Franken einnehmen könnte, wenn sie die TV-Rechte nicht an Free-, sondern Pay-TV-Sender verkaufen würden.

Die PK zum Nachlesen im Ticker:

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