Hitziges Duell im WM-Achtelfinal
Mbappé und Dembélé überlisten paraguayische Mätzchen

Frankreich bezwingt Deutschland-Schreck Paraguay dank eines Penaltytreffers von Kylian Mbappé mit 1:0 und steht im WM-Viertelfinal. Die Südamerikaner lassen sich bei der Niederlage zu mehreren Unsportlichkeiten hinreissen.
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk
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Kylian Mbappé schiesst Frankreich in den WM-Viertelfinal.
Foto: AP Photo/Matt Slocum

Das Spiel

Die Stimmung ist aufgeladen in Philadelphia. Kein Wunder bei 40 Grad. Nachdem Frankreichs Kylian Mbappé zurückgehalten worden ist und sich danach mit einem kleinen Schubser an Paraguays Andrés Cubas rächt, kommts in der 35. Minute zu einer Rudelbildung. Auch, als der Pfiff für die zweite Trinkpause erfolgt, erhitzen sich die Gemüter. Wenig überraschend kochen die Emotionen nach Spielschluss ebenfalls nochmals kurz hoch.

Grob unsportlich ist, was Gustavo Velazquez unternimmt, bevor die Franzosen ihren zugesprochenen Foulelfmeter ausführen können. Paraguays Verteidiger versucht mit gezielten Tritten, den Penaltypunkt zu malträtieren. Auf diesem steht Ousmane Dembélé und hält den Ball in den Händen. Umzingelt wird er von diversen Paraguayern, die probieren auf Dembélé einzuwirken und ihn zu verunsichern.

Nur schiesst am Ende nicht Dembélé. Sondern Mbappé, der sich die Mätzchen der Paraguayer zuvor entspannt aus der Ferne ansieht. Ein französischer Geniestreich. Den Penalty versenkt der Captain in der 70. Minute sicher – und schiesst mit seinem 19. WM-Tor (eines weniger als Rekordhalter Lionel Messi) die Équipe Tricolore in den Viertelfinal. Dabei beisst sich der Favorit lange Zeit die Zähne an den zähen und zum Teil mehr als grenzwertig agierenden Südamerikanern aus.

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Das Tor

70. Minute, Kylian Mbappé, 0:1 (Foulpenalty). Der eingewechselte Désiré Doué nimmt es mit mehreren Gegenspielern auf und wird dann von Diego Gomez im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Ilgiz Tantashev aus Usbekistan erkennt dies erst draussen am Videobildschirm. Mbappé verlädt daraufhin Goalie Orlando Gill eiskalt und schickt diesen in die falsche Ecke.

Das gab zu reden I

In der 38. Minute erhält Frankreichs Kylian Mbappé im Laufduell mit Paraguays Matias Galarza einen Schlag auf die linke Hand. Schiri Tantashev lässt Galarza die Aktion durchgehen. In der Schlussphase der Partie drückt der Usbeke mindestens drei weitere Male noch die Augen zu: Beim Nachtreten von Juan José Caceres ans Schienbein von Mbappé in der 77. Minute, kurz danach, als Gabriel Avalos' Ellbogen in der Magengrube von Dayot Upamecano landet und in der Nachspielzeit, als Galarzas Hand ins Gesicht von Jules Koundé fliegt.

Das gab zu reden II

Die USA lassen es sich natürlich nicht nehmen, vor dem Match ihren Nationalfeiertag mit einer Show im Stadion zu zelebrieren. Vor 250 Jahren wurde in Philadelphia die Unabhängigkeitserklärung ratifiziert.

Foto: AFP

So gehts weiter

Der erste WM-Viertelfinal dieser WM steht. Am kommenden Donnerstag duellieren sich in Boston Frankreich und Marokko.

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