Die schlechte Nachricht hat SFV-Pressesprecher Adrian Arnold gleich zu Beginn der PK im Gepäck: Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow haben das Training vom Montag abbrechen müssen. Ob sie am Dienstag spielen können, ist fraglich.
Es ist wohl der Grund, weshalb Murat Yakin bei der PK etwas angespannter wirkt als sonst. Nur ärgern will er sich darüber aber nicht: «Ein Ausfall ist auch eine Chance für einen frischen Spieler. Wir haben immer Lösungen gefunden. Ohnehin werden wir mit den Spielern, die zur Verfügung stehen, das Beste herauszuholen versuchen.»
Das Beste braucht die Nati am Dienstag in Vancouver wohl tatsächlich, um Kolumbien zu schlagen. Yakin warnt schon einmal vor der Härte des nächsten Nati-Gegners: «Bei den lateinamerikanischen Teams geht es bei jedem Zweikampf ums Überleben. Das ist hart – es wird wohl unser bisher härtestes Spiel. Da müssen wir dagegenhalten.»
«Wollen sie mit Fussball schlagen»
Besonders im Auge behalten muss die Nati-Verteidigung Kolumbiens Bayern-Star Luis Diaz. «Er ist ein aussergewöhnlicher Spieler und hat ein Super-Jahr hinter sich. Er ist sicher ein Schlüsselspieler Kolumbiens und wir werden versuchen, ihn morgen im Griff zu haben», sagt Nico Elvedi, der in der Bundesliga in der vergangenen Saison auch gegen Diaz gespielt hat.
Dass die Schweiz in Vancouver wohl gegen eine Übermacht an kolumbianischen Fans antreten muss, sieht Yakin nicht als Problem an: «Wir haben zwei erfolgreiche Spiele hinter uns gebracht, obschon die gegnerischen Fangemeinden gross waren. Die Fangemeinde von Kolumbien ist auch gross, aber wir haben gezeigt, dass wir damit umgehen können. Wir sind ein starkes Team – wir wollen sie mit Fussball schlagen, nicht mit den Fans.»
Und Elvedi ergänzt: «Wir wissen, dass wir Geschichte schreiben können. Jeder in der Schweiz fiebert mit, da wollen wir auch etwas zurückgeben.»
Die Pressekonferenz mit Murat Yakin und Nico Elvedi gibts hier im Ticker zum Nachlesen: