Schwere Vorwürfe an Sponsor
War Nati-Star Manuel Akanji für VW «nicht genug schweizerisch»?

Nach dem Visum-Ärger von Breel Embolo hat die Nati in den USA nun noch einen Diskriminierung-Aufreger um Abwehrboss Manuel Akanji. Der Inter-Star äussert in einer Doku schwere Vorwürfe gegen einen Sponsor.
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Von 2018 bis 2020 hat Manuel Akanji im Rahmen einer persönlichen Vereinbarung Werbung für Volkswagen Schweiz gemacht.
Foto: Screenshot VW-Werbung (Youtube)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gegen Nati-Sponsor VW werden derzeit schwere Vorwürfe erhoben
  • Nati-Star Akanji soll für die Werbung «nicht genug schweizerisch» gewesen sein
  • Mittlerweile haben sich Akanji und VW ausgesprochen
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Tobias WedermannFussballchef

Eigentlich hatte sich Murat Yakin vor einer Woche noch sehr erfreut darüber gezeigt, dass es in dieser WM-Vorbereitung keinerlei Nebenschauplätze gebe. Das hat sich nun rasant verändert. Zuerst kam es zum Einreise-Schlamassel um Breel Embolo und jetzt, als dieser in den USA angekommen ist, hat die Nati auch noch ein Diskriminierungs-Thema um Abwehrchef Manuel Akanji.

Dieser erhebt in der neuen Doku-Serie «The Belonging» schwere Vorwürfe gegen einen früheren Sponsor. Ein privater Deal mit dem Inter-Star sei 2020 nicht verlängert worden – mit der Begründung: «Sie haben gemeint, dass ich nicht genug schweizerisch wirke und dass ich bei ihrem Zielpublikum nicht genug als Schweizer ankomme», erklärt Akanji in der Serie.

Amag spricht von Missverständnis

SRF publiziert am Freitag eine Recherche, wonach es sich beim besagten Sponsor um Volkswagen Schweiz handelt. VW ist seit Jahren einer der Partner der Schweizer Nationalmannschaft. Und Manuel Akanji hatte damals für zwei Jahre einen persönlichen Partnervertrag mit dem Autohersteller.

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Die Amag-Gruppe, Generalimporteurin von VW in der Schweiz, nimmt gegenüber der SRF-Sendung «10vor10» Stellung und spricht von einem Missverständnis: «Es gab 2020 nie einen direkten Austausch mit Manuel Akanji, sondern ausschliesslich mit seinem Management. Wir haben keine Kenntnis über die Kommunikation zwischen Management und Manuel Akanji und können nicht ausschliessen, dass es dort zu einem Missverständnis kam.»

Austausch zwischen Akanji und VW in Lausanne

Doch wenn alles offenbar nur ein Missverständnis gewesen sein soll, wieso hat sich VW dann bei Manuel Akanji entschuldigt? Denn laut Blick-Informationen kam es im vergangenen Herbst 2025 zu einem Austausch zwischen dem Nati-Star und Vertretern aus dem Marketing von VW. Darin sei diese Angelegenheit im Rahmen eines Gesprächs geklärt worden – und bei Volkswagen habe man sich fünf Jahre später dafür entschuldigt, wie mehrere Quellen bestätigen. 

Gegenüber Blick erklärt die Amag, dass man ab 2024 von dem besagten Missverständnis wusste, allerdings erst 2025 einen gemeinsamen Termin finden konnte und dort während des Nati-Zusammenzuges in Lausanne die Angelegenheit klärte. Gegenüber Blick teilt die Amag weiter mit: «Wenn es in der indirekten Kommunikation – damals vor sechs Jahren – zu einem Missverständnis gekommen ist, dann bedauern wir das sehr. Die Angelegenheit wurde zwischen Manuel Akanji und uns geklärt und ist damit für beide Parteien abgeschlossen. Die Amag-Gruppe ist ein multikulturelles Familienunternehmen mit Mitarbeitenden aus 82 Nationen. Vielfalt und Inklusion sind zentrale Werte. Diskriminierung und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz.»

Neben VW gibt aber auch der Schweizerische Fussballverband eine fragwürdige Figur ab. Blick weiss, dass mindestens eine Person im Marketing und Sponsoring des Verbands über die Sachlage informiert gewesen sein soll. Warum das Diskriminierungs-Thema des eigenen Nati-Leistungsträgers und Abwehrchefs während all dieser Jahre offenbar nicht mit der nötigen Sensibilität behandelt wurde, kann man sich heute selbst beim SFV nicht erklären. Die Alarmglocken im Haus des Fussballs gingen erst 2025 an, als Medienchef Adrian Arnold mit den Dreharbeiten der Doku-Serie konfrontiert worden sei.

Das sagt der SFV

Auf Anfrage beteuert man beim SFV, dass alles zwischen den Parteien geklärt worden sei und die Angelegenheit auch für Manuel Akanji abgeschlossen sei, wie der Nati-Star selber auch bereits in der Doku mitteilt. Der Fokus gelte nun nur der bevorstehenden WM: «Entscheidend war, dass die Angelegenheit zwischen Manuel Akanji und seinem damaligen Sponsor bilateral geklärt werden konnte. Dies ist geschehen. Damit war auch für uns die Basis für eine weitere Zusammenarbeit gegeben.» Ein fader Beigeschmack bleibt aber.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Schweiz
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Gruppe C
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Uruguay
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Gruppe K
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Demokratische Republik Kongo
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