Mitten in der Pressekonferenz lässt Nati-Trainer Murat Yakin die Bombe platzen. Johan Manzambi wird den historischen Viertelfinal gegen Argentinien verletzt verpassen. «Der Ausfall von Johan Manzambi schmerzt uns sehr. Er hatte das Momentum auf seiner Seite.»
Nichtsdestotrotz verspürt der Nati-Trainer auch Zuversicht: «Wir werden das als Team aber auffangen.» Klar ist: Gegen Argentinien fehlt mit dem Nati-Juwel eine wichtige Waffe in den Umschaltmomenten. Auf die will Yakin nämlich setzen: «Wir versuchen, uns vom Gegenpressing zu lösen und einen guten Moment zu erwischen. Wir müssen effizient sein.»
Xhaka fordert Leistung
Ebenfalls an der Pressekonferenz dabei ist Nati-Captain Granit Xhaka. Der Mittelfeld-Regisseur gibt sich zuversichtlich vor dem Duell: «Wir wissen, was Argentinien kann. Wenige sprechen über unsere Qualitäten, wir geben die Antworten auf dem Platz.» Wichtig sei, dass sie ihre Leistung erneut abrufen können. «Ich träume gerne und manchmal gehen Träume in Erfüllung. Dafür muss man aber auch schwitzen und leisten. Wir müssen über unsere Grenzen hinaus gehen», so der Captain.
Für Xhaka ist das Duell ein Wiedersehen mit Argentinien. Bereits 2014 haben sie im Achtelfinal gegeneinander gespielt – mit dem schlechteren Ende für die Schweiz: «2014 war die schöne Erinnerung, dass es meine erste WM war. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und leider spät das Tor bekommen. Blerim hätte das späte Tor noch machen können, vielleicht müssen.»
Nun kommt es zur Revanche: «Ich will nicht von Rache sprechen. Es ist ein anderes Spiel. Wir stehen im Viertelfinal und wollen gewinnen.»
Die ganze Pressekonferenz mit Murat Yakin und Granit Xhaka gibts unten zum Nachlesen.
Das wars
Das wars von der Pressekonferenz. In Kürze gibts hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
Yakin über den Manzambi-Ausfall
Yakin: «Manzambi schmerzt uns extrem. Er hatte das Momentum auf seiner Seite. Leider kann er nicht spielen. Wir werden das als Team auffangen. Solche Legenden wie Christian Okoye zu treffen, passiert nicht immer. Ich bin grosser Fan der NFL. Nun spielen wir im Stadion der Chiefs und wir freuen uns.»
Xhaka kümmert sich nicht um Lehmann
Xhaka: «Ich kenne Jens Lehmann schon sehr lange. Wir können nicht beeinflussen, was von Aussen kommt. Alles andere müssen wir so stehen lassen.»
Argentinien hat fair gewonnen
Yakin: «Ich finde, dass faire Spiele stattfinden. Man kann alles über den VAR klären. Wir wissen, dass sie eine harte Gangart haben. Bei jedem Duell ist viel Härte und Leidenschaft drin. Wir müssen einfach dagegen halten. Es ist falsch mit Worten nach dem Spiel dagegen zuhalten. Das hat mit Fairness nichts zu tun.»
Grosser Respekt mit dem Trainer
Xhaka: «Ich glaube, dass unser Verhältnis immer positiv war. Es wurde viel geschrieben, aber der Respekt zwischen uns war immer da. Es war für uns eine riesen Erleichterung. Mir hat die Umarmung sehr gutgetan. Ich bin ein Fan von Emotionen. Ich werde diesen Moment nicht vergessen.»
Gute Verhältnisse
Xhaka: «Jedes Turnier ist speziell und hat eine eigene Geschichte. Für uns als Schweiz ist es ein Privilleg. Wir haben in zwei Ländern gespielt. Die Plätze sind perfekt. Und die Schweiz hat geliefert bis jetzt.»
«Müssen schwitzen und leisten»
Xhaka: «Ich will nicht von Rache sprechen. Es ist ein anderes Spiel. Wir stehen im Viertelfinal und wollen gewinnen. Ich träume gerne und manchmal gehen Träume in Erfüllung. Dafür muss man aber auch schwitzen und leisten. Wir müssen über unsere Grenzen hinaus gehen.»
Xhaka ist zuversichtlich
Xhaka: «Ich bin immer ruhig geblieben. Ich vertraue dem Trainer, dem Staff, der Mannschaft. Wir müssen einfach unsere Leistung abrufen. Wichtig ist die Mentalität. Wir müssen im Spiel bleiben. Wir wissen, was Argentinien kann. Wenige sprechen über unsere Qualitäten. Wir geben die Antworten auf dem Platz.»
Mentalität soll gesteigert werden
Xhaka: «Ich kenne alle Mittelfeldspieler. Sie alle spielen in der Premier League. Wir kennen die guten und die schlechten Seiten aneinander. Ich weiss, wann ich das Spiel schneller oder langsamer machen muss. Ich bin ein grosser Fan von Latino-Teams. Sie geben immer Vollgas. Wir wollen diese Mentalität auch in die Schweiz bringen. Argentinien ist ein grosses Beispiel für unsere Zukunft.»
Yakin fügt der Analyse seines Captains nichts hinzu.
Yakin setzt auf Umschaltmomente
Yakin: «Über die körperliche Verfassung von Argentinien kann ich nicht viel sagen. Sie haben einen kämperischen Spielstil. Wir versuchen uns vom Gegenpressing zu lösen und einen guten Moment zu erwischen. Wir müssen effizient sein. Wir werden es versuchen, solche Momente für uns zu nutzen.»
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