Der Rekord für die meisten WM-Treffer der Geschichte fiel bereits vor gut einem Monat, als Lionel Messi dank zweier Tore gegen Österreich Miroslav Klose ablöste. Kylian Mbappé legte nur wenig später nach und liegt mit 20 Treffern nur einen hinter dem Argentinier. Auch am laufenden Turnier liefern sich die beiden Topstürmer ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel als WM-Torschützenkönig 2026 und stehen vor den letzten (mindestens) 90 Minuten bei je acht Toren in sieben Spielen.
Ebenfalls noch im Rennen ist das England-Duo Harry Kane und Jude Bellingham, ohne das die Mannschaft von Thomas Tuchel kaum unter die letzten vier Nationen gekommen wäre. Denn Marcus Rashford und Anthony Gordon sind die einzigen zwei Spieler, die abgesehen von den beiden am laufenden Turnier ebenfalls über einen WM-Treffer jubelten. Von 14 Toren gingen satte zwölf aufs Konto von Kane und Bellingham (je sechs Treffer). Die nächste Gelegenheit auf Tore bietet sich den Three Lions am Samstag im Spiel um Platz 3 gegen Frankreich. Einen Tag später wird Messi versuchen, die spanische Defensive zu knacken.
An «Jesus» Fontaine führt wohl kein Weg vorbei
Auch wenn Mbappé und Messi bloss ein weiteres Tor fehlt, um das Turnier mit der höchsten Anzahl Treffer seit 1970 (Gerd Müller, 10) zu beenden, dürfte der Allzeitrekord wohl bestehen bleiben. 1958 vollbrachte Just Fontaine das Kunststück, 13 Mal einzunetzen – in sechs Spielen! Zum Abschluss des Turniers versenkte er Deutschland im Spiel um Platz 3 mit einem Viererpack. Ob Kane oder Bellingham es ihm gleichtun?
Später sagte Fontaine über seine Rekord-WM: «13 Tore zu erzielen, obwohl ich keine Strafstösse schoss, ist schon unglaublich. Ich lief wie Jesus übers Wasser. Ich habe keine Ahnung, ob der Rekord je gebrochen wird. Ich bin schliesslich kein Wahrsager. Aber ich hätte nichts dagegen, ihn zu behalten». Zumindest bis 2030 dürfte dies der Fall sein.
