Kubi über die WM
Der Kopf macht Weltmeister!

Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz ordnet die WM in Katar sportlich ein. Der entscheidende Faktor für den Ex-Nati-Spieler: Der Kopf! Argentinien hat deshalb alles verdient. Und Katar hat bereits Lust auf die WM 2026 gemacht.
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Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz blickt auf die WM zurück.
Foto: TOTO MARTI

Unter dem Strich war es eine sehr schöne, ja eine spektakuläre Weltmeisterschaft. Das technische Level war hoch, es gab Überraschungen, das Mentale entschied oft – und die Physis ist mittlerweile auf einem ungeahnten Niveau.

Aber: Entscheidend war fast immer der mentale Aspekt. Alle vier Tage zu spielen und sein Potenzial abrufen zu können, das braucht ganz viel psychische Stärke. Da waren Argentinien und Überraschungsteam Marokko die stärksten.

Argentinier freuen sich über Weltmeistertitel
0:12
Emotionale Szenen:Messi und Co. feiern mit Tränen auf dem Platz

Weniger Rote Karten – bitte mehr davon!

Auch die Schiedsrichter waren insgesamt auf der Höhe ihrer Aufgabe. Es gab klare Tendenzen, wie die längere Nachspielzeit. Die grosszügigen Linien wie zum Beispiel das Abschaffen der kleinlichen Roten Karten wegen sogenannt offener Sohlen. Generell war eine Tendenz weg von leichtfertigen Roten Karten festzustellen, die Spiele entscheiden können. Die Refs haben da Zurückhaltung befleissigt. In unserer Super League muss man unbedingt diesem Beispiel folgen!

Der grossartige Final war ein würdiges Ende dieser WM, welches dieses Turnier unbedingt verdient hat. Und diesen verdienten Weltmeister der mentalen Stärke. Das erste Spiel gegen einen der krassesten Aussenseiter wie Saudi-Arabien zu verlieren, und dann daran nicht zu zerbrechen, das braucht enorme psychische Power.

Und doch: Am Ende braucht es immer auch Glück, um da durchzukommen. Bei den Penaltyschiessen. Oder auch bei der unglaublichen Parade von Gaucho-Goalie Emiliano Martinez in der letzten Minute der Nachspielzeit gegen Frankreichs Kolo Muani. Geht der rein, sprechen wir nicht über Lionel Messi als besten Turnierspieler, sondern über Kylian Mbappé. Es ist alles so nah beieinander. Und ich möchte Messi und Mbappé eigentlich nicht auseinanderdividieren. Aber weil Messi Weltmeister ist, ist er die Nummer eins. The Winner takes it all!

Lionel Messi stemmt den WM-Pokal in die Höhe
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Feiernde Argentinier:Messi stemmt den WM-Pokal im schwarzen Umhang

Brasilien scheiterte am eigenen Kopf

Wer hat neben diesen beiden überzeugt? Nun, wenn ich spontan einige aufzähle, die mir sehr gefallen haben, dann Marokkos Goalie Bono, Frankreichs Rabiot, Kroatiens Perpetuum mobile Modric, Argentiniens Molina oder Portugals João Felix.

Auf der anderen Seite stehen allen voran Dänemark, das ich auf meiner Liste möglicher Überraschungsteams hatte. Aber auch Deutschland, eine Mannschaft ohne Seele. Spanien mit seinem nervtötenden Luis-Enrique-Tiki-Taka. Belgien und Uruguay, von denen ich viel mehr erwartet hatte, die aber am Ende höchst unglücklich ausgeschieden sind. Und natürlich Brasilien. Die hatten das klar beste Kader, am meisten Talent, die spektakulärsten Spieler. Und sie scheiterten – einmal mehr – wegen des Mentalen. Wegen des Kopfs. An ihrer Überheblichkeit.

Nochmals: Der Kopf macht Weltmeister!

So kann man sich schon jetzt auf die WM 2026 freuen. Die Fifa muss Marokko dankbar sein, denn sie haben gezeigt, dass man sich auch bei 48 Teams auf jedes Einzelne freuen kann. Es gibt wirklich keine Kleinen mehr. Fast alle, vermeintlich chancenlosen, Aussenseiter haben in Katar einen Grossen geschlagen, allen voran Japan, auch eine dieser Turnierüberraschung, das gleich zwei Riesen getötet hat. Oder nennen Sie im Beisein eines Italieners mal Nordmazedonien, um von einem Underdog zu sprechen…

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
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