Kommentar zu Infantinos neuen Plänen
Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, liebe Europäer!

Die Europäer murren über die neuen Pläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Doch Ausreden gelten keine mehr, schreibt Emanuel Gisi, Leiter Reporter Blick Sport. Wenn sie etwas ändern wollen, müssen sich Europas Verbände jetzt zusammenraufen.
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Gianni Infantino spricht kurz vor WM-Abpfiff über seine neuen Pläne.
Foto: Getty Images
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Emanuel GisiSportchef

Eines kann man Gianni Infantino (52) nicht vorwerfen: Der Mann macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Kurz vor WM-Abpfiff präsentiert der Fifa-Präsident seine Pläne für die nächsten Jahre. Zusammengefasst: Alles wird grösser, teurer – und wenn man ihm glauben darf, gehts danach allen besser.

Das gilt vor allem für Infantino selbst, der 2027 ein viertes Mal zum Fifa-Chef gewählt werden könnte und damit den Geist der Reformen von 2016 umdribbeln würde – auch wenn er rechtlich auf der sicheren Seite sein mag. Bis 2031 käme er auf 15 Dienstjahre als Fifa-Boss und stiesse damit in überwunden geglaubte Blatter-Dimensionen (17 Jahre) vor.

Auch der andere grosse Wurf, über den der Walliser am Freitag spricht, lässt aufhorchen. Eine Klub-WM mit 32 Teams alle vier Jahre – das ist ein offensichtlicher Angriff auf die Europäer und ihre Champions League.

Es könnte Infantinos grosser Fehler sein. Wenns für ihn blöd läuft, raufen sich Europas Verbände nun zusammen und konzentrieren sich aufs Wesentliche: Statt sich mit läppisch gescheiterten «One Love»-Protesten an der WM aufzuhalten, sollten sie einen glaubwürdigen Gegenkandidaten aufbauen und durchbringen. Dann spielt die Fifa-Amtszeitarithmetik keine Rolle mehr.

Logisch: Das grosse Heulen und Zähneklappern würde im Hause Infantino ob diesem Szenario kaum ausbrechen. Für die kommende Wahl 2023 hat Fussball-Europa ja genau das schon mal nicht hingekriegt. Doch spätestens nach der Ansage des Weltverbandspräsidenten ist klar: Die Zeit der Ausreden ist nun vorbei, liebe Europäer. Wenn ihr daran wieder scheitert, könnt ihr euch das Murren sparen.

WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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