Belgien-Goalie verletzt raus
«Hätte kein Problem gehabt, im Tor zu bleiben»

Drama um Thibaut Courtois: Der belgische Goalie zeigt im WM-Viertelfinal gegen Spanien eine Glanzleistung, muss aber nach einer Verletzung unter Tränen ausgewechselt werden. Belgien scheidet mit 1:2 aus und verabschiedet sich von der WM.
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67. Minuten lang zeigte Thibaut Courtois eine sackstarke Partie.
Foto: AP Photo/Jae C. Hong
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Andri BäggliRedaktor Sport

65 Minuten lang zeigt Belgien-Goalie Thibaut Courtois gegen Spanien im WM-Viertelfinal eine starke Leistung zwischen den Pfosten. Der 34-Jährige fliegt durch die Lüfte, pariert Schüsse von Lamine Yamal, Dani Olmo und Mikel Oyarzabal. Doch dann der Schock: Kurz vor der zweiten Hydrationbreak setzt sich der Real-Keeper hin und muss gepflegt werden. Zwar kehrt er nach der Trinkpause nochmals zwischen die Pfosten zurück, doch nur bis zum nächsten Unterbruch.

Courtois muss unter Tränen ausgewechselt werden. Für ihn kommt Senne Lammens, der beim 2:1-Siegtreffer der Spanier keine gute Figur abgibt. Nach dem Spiel sagt Pechvogel Courtois zu seiner Verletzung: «Ich spürte grosse Schmerzen in meinem Quadrizeps. Ich hätte aber kein Problem damit gehabt im Goal zu bleiben.» Einzig lange Bälle hätte er laut eigener Angabe nicht mehr schlagen können.

Rudi Garcia wollte das Risiko aber nicht eingehen und nahm den Wechsel vor. Courtois nimmt ihm diesen Entscheid aber nicht übel: «Am Ende hat der Trainer entschieden, mich herunterzunehmen. Das ist kein Problem für mich, da das Team über allem steht.»

Verletzungshexe schlägt zu

Der Belgien-Trainer musste generell improvisieren. Im Achtelfinal gegen die USA (4:1) zog sich Amadou Onana einen Kreuzbandriss zu. Nur wenige Minuten vor dem Viertelfinal gegen Spanien gibts den nächsten Schock. Youri Tilemans verletzt sich beim Aufwärmen und kann ebenfalls nicht mittun.

Dazu kommt noch, dass Zeno Debast ebenfalls fehlte. Eigentlich ist der Innenverteidiger nach einer Verletzung wieder fit, doch sein Klub Sporting bezweifelte dies und legte das Veto für einen Einsatz ein. Zwar haben vor Anpfiff noch Gespräche stattgefunden, überzeugen konnte man die Portugiesen aber nicht. So oder so muss Belgien jetzt die Heimreise antreten, während die Spanier den Halbfinal gegen Frankreich bestreiten werden.

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