Hier gehen die FCB-Chaoten auf die Sicherheitsleute los
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Video auf Telegram aufgetaucht:Hier gehen die FCB-Chaoten auf die Sicherheitsleute los

«Zum Glück war ich nicht dort»
FCB-Legende Maissen ist nach Joggeli-Schande fassunglos!

Erni Maissen (65) ist entsetzt. «Im Schutz der Masse ist fast alles erlaubt», sagt der einstige FCB- und Nati-Star nach der Joggeli-Schande. Dass es besser wird, glaubt er nicht.
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426 Spiele hat Erni Maissen für den FCB absolviert. Und 142 Tore geschossen.
Foto: ZvG
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Stefan KreisReporter Fussball

Für gewöhnlich ist Erni Maissen (65) bei Spielen seines FC Basel im Joggeli – den Cup-Halbfinal gegen YB aber verfolgte der langjährige FCB-Profi für einmal daheim vor dem TV. «Zum Glück war ich nicht dort», sagt Maissen. Drei schwer verletzte Security-Mitarbeiter landen im Spital. Die Joggeli-Schande dominiert die Schlagzeilen.

Maissen, der in 426 Spielen 142 Tore für den FCB erzielte, ist auch zwei Tage später noch fassungslos: «Die Angegriffenen sind ja keine ausgebildeten Kampfsportler, das sind Leute wie du und ich. Sie sind in massiver Unterzahl und müssen plötzlich um ihr Leben fürchten, weil sie von der Masse attackiert werden.»

Früher, in den 70er- und 80er-Jahren, habe es zwar ebenfalls Hooligans gegeben, so Maissen. Vergleichbar sei das aber nicht. «Die Hemmschwelle ist heute deutlich tiefer als früher. Im Schutz der Masse ist fast alles erlaubt, man ist vermummt, die möglichen Konsequenzen scheinen keine Rolle zu spielen.»

Maissen ist gegen Kollektivstrafen

Dass der FCB nun, als Konsequenz, im nächsten Spiel gegen YB die Muttenzerkurve schliessen wird, findet Maissen trotzdem falsch: «Was nützt das? Ein Mal die Kurve schliessen? Da strafst du erstens jene 90 Prozent der Fans, die sich korrekt verhalten. Und die anderen sind beim nächsten Mal dann auch wieder dabei.» Er sei grundsätzlich gegen Kollektivstrafen.

Ebenfalls bitter sei, dass die Muttenzerkurve vor dem Spiel gegen YB eine sagenhafte Choreo orchestrierte, unzählige Stunden investierte und Herzblut zeigte. Am Ende werde aber nur von den Gewaltexzessen gesprochen. «Das ist das Schlimme daran. Ein paar Wenige machen alles kaputt, was zuvor aufgebaut wurde.» Vielleicht müsse sich die Kurve deshalb selbst regulieren, die schwarzen Schafe ausschliessen und bestrafen.

Daran, dass sich grundsätzlich etwas ändern wird, glaubt Maissen, der mit dem FCB zweimal Meister wurde, aber trotzdem nicht. «Es ist doch immer das Gleiche. Es gibt Ausschreitungen, dann heisst es, man müsse was dagegen tun. Und zwei, drei Wochen später ist wieder alles beim Alten.»

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