«Das letzte Mal stand ich mit fünf oder sechs im Tor»
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Notfall-Goalie Berisha:«Das letzte Mal stand ich mit fünf oder sechs im Tor»

«Zuletzt als Kind im Tor»
So erlebte Notfall-Goalie Berisha seinen Einsatz

Vaduz zeigt bei seiner Rückkehr nach fünfjähriger Absenz in der Super League eine gute Leistung, wird dafür nicht belohnt. Für Schlagzeilen sorgt Verteidiger Liridon Berisha, der in der Schlussphase im Vaduzer Tor steht.
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Liridon Berisha musste in der Schlussphase gegen Lugano das Vaduzer Tor hüten.
Foto: Michael Zanghellini/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Liridon Berisha wird Vaduz-Goalie nach Platzverweis von Leon Schaffran gegen Lugano
  • Lattenkreuz rettet Vaduz in der Nachspielzeit vor weiterem Gegentor
  • Vaduz startet mit 1:2-Niederlage in neue Saison der Super League
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Wann Liridon Berisha (28) letztmals im Tor gestanden hat, weiss er nicht mehr so genau. «Wahrscheinlich, als ich fünf oder sechs Jahre alt war und mein Bruder auf mich geschossen hat», sagt der Vaduzer Innenverteidiger mit einem Lachen. Als Torhüter Leon Schaffran in der 82. Minute am Sonntag gegen Lugano (1:2) mit Rot vom Platz fliegt, ist das Vaduzer Auswechselkontingent bereits erschöpft.

Berisha schnappt sich die Goaliehandschuhe, streift sich das knallgrüne Trikot über und stellt sich zwischen die Pfosten. «Das kann man natürlich nicht planen», so Berisha. Er habe gedacht, er sei in der Schlussphase auf dem Feld am wenigsten wichtig, also stelle er sich ins Tor. «Ich bin ja nicht derjenige, der sie vorne reinhaut.»

Das Glück des Tüchtigen

Bereits in seiner ersten Aktion hat Berisha das Glück auf seiner Seite. Der Freistoss von Anto Grgic streift die Lattenoberkante. Auch später kommt der Neo-Goalie mehrmals um einen Gegentreffer herum, auch als eine Flanke von Carbone in der Nachspielzeit ans Lattenkreuz klatscht. Da Vaduz aber auch kein Tor mehr gelingt, startet der Aufsteiger mit einer Niederlage in die neue Saison.

«Wir hätten sicher mehr verdient, denn in der ersten Halbzeit müssten wir in Führung gehen», so Berisha. Ärgerlich für die Vaduzer: Die beiden Lugano-Tore fallen im Anschluss an einen Corner. «Da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen und in Zukunft reifer und aggressiver auftreten und am Mann bleiben.»

Mutiger Auftritt nicht belohnt

Trainer Marc Schneider nimmt sein Team derweil in Schutz. «Solche Tore können passieren. Mai, Papadopoulos und Bichsel haben extrem viel Wucht und Qualität, das ist nicht einfach zu verteidigen.» Für den Berner Oberländer war es ein «guter und mutiger Auftritt» seines Teams, der auch Mumm für die nächsten Spiele gebe.

Aus Sicht Schneiders war der Platzverweis gegen Schaffran «ein harter Entscheid». Das Problem des Vaduzer Torhüters: Er zögert zuerst und kommt danach gegen Dereck Moncada zu spät. Auch wenn Schaffran den Lugano-Stürmer nur leicht berührt, der Entscheid von Schiedsrichter Alessandro Dudic geht in Ordnung.

Und so kommt es zur Goalie-Premiere von Berisha. Dass dies noch einmal passieren wird, hofft er nicht. «Aber falls nötig, ziehe ich mir schon nochmals die Handschuhe an.» Noch immer hat er eine weisse Weste.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Lugano
FC Lugano
1
1
3
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
1
1
3
5
FC Basel
FC Basel
1
1
3
6
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
1
0
1
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
1
0
1
8
FC Vaduz
FC Vaduz
1
-1
0
8
FC Zürich
FC Zürich
1
-1
0
10
Servette FC
Servette FC
1
-1
0
11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
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