YB-Essende dreht im Berner Derby so richtig auf
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YB-Millionenmann erlöst sich endlich
Essende gut, alles gut?

Bei YB greifen trotz 8:3-Kantersieg in Thun zwei Spiele vor Saisonende längst noch nicht alle Rädchen ineinander. Doch zumindest im Sturm und im Torjägerrennen zeichnet sich nun ein Happy End ab.
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Seht her: YB-Stürmer Samuel Essende hat es in Thun allen gezeigt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Essende schafft den Hattrick – ein Tor wird zudem aberkannt
  • Damit endet eine lange Torflaute für den Millionentransfer
  • Essende gut, alles gut bei YB?
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Wie wendet man am besten die Bezeichnung als Transferflop ab? Mit einem Hattrick. YB-Stürmer Samuel Essende (28) kommt beim 8:3-Kantersieg bei Meister Thun fast nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Einmal streckt er die Arme weit auseinander. Einmal bekreuzigt er sich. Einmal ballt er bloss die Faust. Fast kommt noch ein viertes Tor dazu, doch Essendes vermeintliches 3:2 in der 34. Minute nach einem Sololauf wird aberkannt – davor hat er mit dem Ball Thun-Goalie Steffen ausgetanzt.

Der 1,93-Meter-Bulle vereint Wucht, Tempo und Kaltschnäuzigkeit. Thun-Captain Bürki übersprintet er in der ersten Minute nach einem harten Körpereinsatz einfach. Die beiden Penaltys versenkt er in einer Seelenruhe. Es macht den Anschein, als würde sich der Kongolese auf dem Platz pudelwohl fühlen. Oder er will es einfach allen zeigen.

Denn ja, es handelt sich um genau jenen Stürmer, der im Februar für viel Geld von Bundesligist Augsburg zu YB gestossen ist. Von 3,5 Millionen Franken ist die Rede. Elf Spiele lang kriegte der Millionentransfer von Coach Gerardo Seoane immer und immer wieder das Vertrauen – doch Essende blieb auf null Toren sitzen. Immer mehr Augenbrauen wurden hochgezogen. Im zwölften Spiel brechen die Dämme.

Das kuriose Rennen um die Torjägerkrone

Einmal mehr ist die Aufstellung von Trainer Gerardo Seoane (47) speziell. Christian Fassnacht (32) und Chris Bedia (30) führen das Torjägerrennen der Liga an, sitzen aber beide nur auf der Bank. Zumindest an diesem Nachmittag zeigt Essende, warum er den Vorzug vor Sturmkonkurrent Bedia erhalten hat.

Ab der 76. Minute stehen dann alle drei zusammen auf dem Platz. Und siehe da: Fassnacht trifft in diesem Spiel doppelt – und Bedia darf anstelle von Essende den dritten YB-Penalty schiessen. Auch Bedia bleibt eiskalt.

Fassnacht steht nun bei 18 Toren, Bedia bei 17. «Das Schöne ist, dass wir uns hervorragend verstehen. Wenn es einer von uns beiden wird, dann gönnen wir uns das. Da ist es auch überhaupt kein Problem, dass Chris den Penalty genommen hat. Wir haben eine Freundschaft, die über den Fussball hinausgeht. Wichtig ist einfach, dass es am Ende einer von uns beiden wird», sagt Fassnacht danach bei SRF. Nächste Verfolger sind Thuns Rastoder und St. Gallens Vogt mit je 15 Treffern – bei einem verbleibenden Spiel.

Friede, Freude, Eierkuchen bei YB? Trotz 8:3 läuft für den ehemaligen Serienmeister in Thun längst nicht alles rund. Vor allem in der ersten Halbzeit stehen die Berner defensiv mehrmals im Schilf. Der Unterschied wird erst ersichtlich, als Thun ab Halbzeit in Unterzahl und ab der 76. Minute in doppelter Unterzahl spielt. Doch an diesem Tag lösen sich im Sturm bei YB kurz vor Ende einer verkorksten Saison ohne Europa-Qualifikation so einige Fragezeichen in Luft auf. Essende gut, alles gut?

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
37
7
50
2
Servette FC
Servette FC
37
6
50
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
37
-12
42
4
FC Zürich
FC Zürich
37
-21
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
37
-28
30
6
FC Winterthur
FC Winterthur
37
-53
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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