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«War gerechtfertigt»:Sow zeigt seine Schramme nach Fernandes-Rot

YB-Star sah dafür Rot
Hier zeigt Edimilsons Foul-Opfer seine blutige Schramme

Vor einem Jahr und zwei Tagen kriegt Edimilson Fernandes Rot. Damals in Basel. Jetzt in Lausanne. 2025 gabs einen Einlauf vom Trainer. Heuer stärkt Gerardo Seoane dem Täter den Rücken. Gleichzeitig aber auch dem Schiedsrichter. Wie geht das?
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Ref Anojen Kanagasingam zeigt Edimilson Fernandes in Sekundenschnelle den roten Karton. Den YB-Walliser haut das glatt um ...
Foto: Freshfocus

Darum gehts

  • Edimilson Fernandes (30) verursacht mit Rotfoul beim 2:2 gegen Lausanne Diskussionen
  • Trainer Seoane verteidigt Fernandes, nennt Foul eine dynamikbedingte Befreiungsaktion
  • Der YB-Coach lobt Schiedsrichter Kanagasingam für dessen schnelle Entscheidung
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Alain KunzReporter Fussball

Zerknirscht und gesenkten Hauptes: So geht Edimilson Fernandes (30) nach dem 2:2 in Lausanne durch den kleinen Irrgarten in den Katakomben des Stade de la Tuilière Richtung Teamcar. Eben hat er mit seinem Rotfoul seinem Team einen Bärendienst erwiesen. Erst schätzt er die Flugbahn des Balls völlig falsch ein. Dann geht er mit gestrecktem Bein zu diesem hin, den sich in den Weg stellenden Karim Sow missachtend. So endet Edis gestrecktes Bein mit offener Sohle auf dem Oberschenkel des Lausanner Abwehrchefs. «Fernandes kann sich über die Rote Karte nicht beklagen», wird Sow nach dem Spiel sagen, die Schrammen auf seinem blutenden Oberschenkel zeigend. Und, nein, Fernandes habe sich nicht bei ihm entschuldigt, sagt der Mann aus Payerne. «Aber ich habe auch nichts erwartet von ihm.»

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«Wunderbar! 10 von 10!»:Schiri-Experte Meier gerät bei diesem Pfiff ins Schwärmen

Für Keller und Zesiger ist der Fall klar

Bei seinem Team wird das Fernandes bestimmt gemacht haben. Denn der Platzverweis war wohl hart, aber ohne jeden Zweifel vertretbar. Auch Goalie Marvin Keller und Captain Cédric Zesiger sagen unisono: Das war ein richtiger Entscheid. Schon vor einem Jahr und zwei Tagen hatte sich Fernandes entschuldigen müssen. Weil er in Basel die Nerven nach den Provokationen von Dominik Schmid verloren und den Basler geohrfeigt hatte. Nein, das zweite Augustwochenende ist nicht dasjenige des YB-Metronoms.

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Zesiger über Bah Mendes:«Dieser «Chaib» ist extrem schnell»

Seoane: «Entstand über die Dynamik des Spiels»

Während er vor einem Jahr von Trainer Giorgio Contini – und nicht nur von diesem – einen Einlauf sowie eine saftige Geldbusse gekriegt hat, liegt der Fall 2026 für Gerardo Seoane anders. Der YB-Coach übt jedenfalls Nachsicht mit dem Sittener. «Da war keinerlei Absicht dabei, ein Foul zu begehen. Das war eine reine Befreiungsaktion mit einem eher erhöhten Trefferpunkt.» Er wolle Edimilson aber keinen Vorwurf machen. «Wir haben es zur Genüge gesehen, in der Liga und an der WM: Es gibt Kontakte, die über die Dynamik des Spiels entstehen. Nach den Regeln sind sie mit Rot zu ahnden. Aber nochmals: Da war keine Absicht dahinter. Und ich kann ja meinem Spieler nicht die Vorgabe mitgeben, nicht zu versuchen, den Ball zu befreien. So ist diese Rote Karte nicht extrem negativ zu bewerten.» Worüber man aber diskutieren könne, so Seoane, sei der technische Fehler zuvor.

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Parade mit dem Gesicht:Ist die Nase gebrochen, Marvin Keller?

Toller Job von «Sheriff» Anojen Kanagasingam

Und dann lobt Seoane «Sheriff» Anojen Kanagasingam. Der die Rote Karte so schnell zog wie seinerzeit John Wayne in Hollywood seinen Colt. In Sekundenschnelle. «Das ist etwas, das ich mir von den Schiedsrichtern wünsche. Dass sie zack, bumm eine Entscheidung treffen aufgrund dessen, was sie sehen. Sie pfeifen das Spiel.» Auch wenn es natürlich schade gewesen sei, dass sein Team dadurch dezimiert wurde und sich die Statik des Spiels verändert habe.

Es ist eine Vorgabe an die Schweizer Refs. Und bisher machen sie das in dieser Saison grösstenteils exzellent.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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