Viel Rambazamba in Lausanne
Erst YB-Führung, dann Platzverweis, dann Last-Minute-Schock

YB führt in Lausanne 2:0 – und geht am Ende doch nicht als Sieger vom Platz. Zu reden gibt der Platzverweis gegen Edimilson Fernandes.
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Nathan Butler-Oyedeji jubelt über den späten Lausanne-Ausgleich.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlüsselszene

Beide Teams hatten Chancen zum Sieg. Die grösste hat Lausanne, in der Nachspielzeit. Der ultraschnelle Bah Mendes, der seinen Vertrag eben bis 2029 verlängert hat, überläuft Cédric Zesiger und legt perfekt auf für Omar Janneh. Doch der Spanier scheitert zum zweiten Mal mit einer unfassbar guten Skoremöglichkeit am ebenso unfassbar guten YB-Goalie Marvin Keller. Der diese Parade mit Blutzoll bezahlt. Der Zürcher blutet aus der Nase, weil ihn Janneh voll am Kopf getroffen hat. Die Schmerzen werden mit einem Punkt belohnt.

Das Spiel

Die Berner beissen sich in der ersten Hälfte immer wieder die Zähne an der stark agierenden Lausanner Abwehr aus. Es ist nicht verwunderlich, dass die Partie ereignis- und torlos in die Pause geht. Nach dem Seitenwechsel kommen die gut 8000 Fans in Lausanne doch noch auf ihre Kosten – Rambazamba! Zuerst vergibt Samuel Essende die Führung, was Cédric Zesiger wenige Zeigerumdrehungen später nachholt. Nach dem Platzverweis von Edimilson Fernandes werden die Berner hinten reingedrückt, sie kommen aber nach einem schnörkellosen Konter zum 2:0. Und dann? Dann übernimmt Lausanne – erst macht Florent Mollet den Anschlusstreffer. Kurz vor Schlusspfiff schockt Nathan Butler-Oyedeji die Berner mit einem Sonntagsschuss am Samstagabend. YB vergibt den sicher geglaubten Dreier.

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«War gerechtfertigt»:Sow zeigt seine Schramme nach Fernandes-Rot

Die Tore

48. Minute, Cédric Zesiger, 0:1. Nach einer Ecke von Alvyn Sanches setzt sich der Captain durch und köpfelt clever ein.

75. Minute, Dominik Pech, 0:2: Der Joker wird im Strafraum angespielt, schliesst aus spitzem Winkel ab und trifft präzis ins weite Eck.

77. Minute, Florent Mollet, 1:2. Der Franzose geht im Rückraum vergessen, er kann aus sieben Metern eine Hereingabe von Sékou Koné per Direktabnahme verwerten.

88. Minute, Nathan Butler-Oyedeji, 2:2. Der Flügel zieht von links zur Mitte und schlenzt die Kugel unhaltbar in den Winkel.

Der Beste

Marvin Keller. Zweimal rettet er magistral. Und hält damit für YB den Punkt fest.

Der Schlechteste

Edimilson Fernandes. Völlig überflüssige Rote Karte am eigenen Strafraum.

Die Stimmen

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Parade mit dem Gesicht:Ist die Nase gebrochen, Marvin Keller?

Cédric Zesiger gegenüber Blue: «Ich glaube, die erste Hälfte hatten wir unsere liebe Mühe, um unser Pressing aufzuziehen. Die Rote Karte war ein harter Schlag, es ist unglücklich, ich glaube, er sieht ihn gar nicht. Wir mussten kämpfen und leiden, aber am Schluss hat es nicht ganz gereicht. Am Schluss müssen wir fast noch froh sein, dass wir mit einem Punkt abreisen.»

Die Fans

Grossartige Stimmung in der Tuilière. Und das ist weiss Gott nicht immer so im Norden Lausannes. Es hat viele Heimfans und der Gästeblock ist wie immer bei Gastspielen der Young Boys proppenvoll. Unter dem Strich sinds 7766 Fans, nicht ganz 2000 weniger als beim Saisonrekord der letzten Spielzeit – auch gegen YB.

Die Schiris

Starker Auftritt von Anojen Kanagasingam. Er trifft auch bei diffizilen Situationen spontan die richtige Entscheidung. Und wird auch bei solchen, bei denen man ein bisschen diskutieren kann, von seinem VAR Johannes von Mandach gestützt, der richtigerweise nie eingreift.

Das gab zu reden

Die Rote Karte gegen Edimilson Fernandes. Mit gestrecktem Bein geht er beim Versuch, den Ball zu spielen, auf Karim Sow los. Natürlich, Absicht ist da keine dabei. Aber er trifft mit offener Sohle den Lausanner am Oberschenkel. Anojen Kanagasingam zögert keine Sekunde und schickt den Mittelfeld-Stabilisator vom Platz. Fernandes hatte schon letzte Saison eine Rote kassiert. Das wird allmählich ein wenig viel.

So gehts weiter

Die Young Boys treffen am kommenden Samstag (ab 16 Uhr) in der ersten Runde des Schweizer Cups auf Liestal (2. Liga interregional). Für Lausanne geht das Cup-Abenteuer bereits am Freitag gegen Kosova Neuchâtel (2. Liga) los (20.15 Uhr).

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
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