Wird Captain Ali Kabacalman als Penaltyschütze rasiert?
Trainer Tholot rotiert vor der Armenien-Strapaze

Der erste Schritt auf dem Weg in die Conference-League-Ligaphase ist gemacht. Bate Borissow wurde aus dem Tourbillon gefegt. Der sonntägliche Gegner Luzern hat da eine ganz andere Klasse. Dennoch rotiert Trainer Didier Tholot munter – wie, gibts im Inside.
Kommentieren
1/6
Sion hat sich in der Conference League gegen Bate Borissow durchgesetzt.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Sion besiegt Bate Borissow 4:0 und trifft nun auf FC Noah
  • Captain Kabacalman verwandelte seit 2015 nur 3 von 7 Penaltys
  • Sion-Spieler Boteli erhielt in der 1. Runde die Note 5,0

Die News der Woche

Der FC Sion hat erstmals nach zehn Jahren wieder ein Europacup-Spiel gewonnen. Das schwache Bate Borissow aus Weissrussland wurde gleich mit 4:0 aus dem Tourbillon gefegt. In der dritten Runde der Conference-League-Qualifikation bekommen es die Walliser nun mit dem FC Noah aus Jerewan in Armenien zu tun. «Wir müssen viele Kilometer zurücklegen», stöhnt Trainer Didier Tholot. Den Humor verliert er gleichwohl nicht: «Aber Armenien ist schon ein bisschen weniger weit als Aserbaidschan, wo wir gegen Bate gespielt haben ...» Eigentlich müsste der FC Sion mit seiner Klasse auch den FC Noah aus dem Weg räumen können. Danach ginge es in die Playoffs, wo Teams einer ganz anderen Preisklasse warten wie Atalanta, Getafe, Brighton, Freiburg oder Monaco. Die Auslosung findet am nächsten Montag statt.

Die grosse Frage

Wie fest wird Tholot im Hinblick auf das Donnerstagsspiel in Armenien rotieren? «Ich habe 22 Spieler zur Verfügung, also wird es Rotation geben. Gegen YB haben wir die Strapazen der Reise nach Aserbaidschan zu Beginn ganz bestimmt noch in den Knochen gehabt. Aber wir müssen in der Lage sein, in beiden Wettbewerben zu performen. Wenn man auf höchstem Level in zwei Ligen bestehen will, müssen die Spieler auf alles gefasst sein – egal, ob sie von Beginn weg spielen, reinkommen oder ausgewechselt werden. Wir werden jedenfalls alle Kaderspieler brauchen! Und auch ich muss sehr aufmerksam sein.» So ist es sehr wahrscheinlich, dass gegen den FC Luzern Rilind Nivokazi und Winsley Boteli nicht gemeinsam beginnen werden.

Gesagt ist gesagt

Captain Ali Kabacalman ist der designierte Penalty-Schütze der Sittener. Doch dessen Erfolgsquote wird nach dem Fehlschuss gegen Bate Borissow immer schlechter: Er hat seit 2015 nur drei von sieben Elfern in Pflichtspielen verwandelt. Dennoch will Trainer Didier Tholot nicht vorschnell handeln: «Ali hat alle Elfer in den Testspielen verwandelt und ist auch im Training beim Üben der Penaltys top! Ich habe nicht die Gewohnheit, mein Vertrauen schnell zu entziehen. Zudem ziehe ich es vor, wenn er jetzt verschiesst und nicht dann, wenn es entscheidend ist. Dennoch werde ich darüber nachdenken und eine Entscheidung fällen.» 

Die Blick-Prognose

Der eine oder andere zum Stamm gehörende Sion-Spieler wird zu Beginn draussen sitzen. Die Walliser können somit zu einem späteren Zeitpunkt viel Offensivpower einwechseln. Gemeinsam mit der Stabilität des Teams wird das genügen, um gegen den FCL mindestens zwei Tore zu schiessen. Und das reicht für den Sieg. Für Sion wäre dieser eminent wichtig, denn ein Saisonstart mit zwei Schlappen würde bereits zu ersten Diskussionen führen. Der umgekehrte Fall würde in Luzern erste Udo-Fragezeichen herbeiführen.

Mögliche Aufstellung

Racioppi; Lavanchy, Sow, Kronig, Hefti; Kabacalman, Baltazar; Chouaref, Lukembila, Berdayes; Boteli.

Wer fehlt?

Benjamin Kololli hat sich beim Warm-up vor dem Spiel in Aserbaidschan gegen Bate Borissow eine leichte Wadenverletzung zugezogen. Er dürfte am Donnerstag wieder spielbereit sein. Kreshnik Hajrizi hingegen fehlt nach seiner Adduktoren-Operation am 1. Juli noch weitere zwei Monate. Erstmals im Aufgebot steht Neuzugang Lorenzo Villa. Allerdings dürfte es noch zu früh sein, den fehleranfälligen Noé Sow bereits am Sonntag zu ersetzen.

Die Klassenbesten

Blick-Notenschnitt nach der 1. Runde:

  1. Boteli 5,0
  2. Chouaref 4,0
  3. Kronig 4,0

Hier gehts zur Übersicht aller Sion-Noten.

Der Schiedsrichter

Lukas Fähndrich wird die Partie leiten, Johannes von Mandach sitzt im VAR-Raum.

Der Gegner

Die Luzerner haben im ersten Saisonspiel gegen Thuns B-Elf verloren. Obwohl das Spiel nicht schlecht war, steht Trainer Jörg «Udo» Portmann bereits in der Bringschuld. Zudem muss er seinen Goalie Simon Simoni nach dessen Bock aufpäppeln – hier gehts zum Luzern-Inside.

2

Runde

Sa., FCZ – Servette, 18 Uhr
Sa., Basel – Lausanne, 18 Uhr
Sa., Thun – YB, 20.30 Uhr
So., Vaduz – St. Gallen, 14 Uhr
So., GC – Lugano, 16.30 Uhr
So., Sion – Luzern, 16.30 Uhr

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Lugano
FC Lugano
1
1
3
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
1
1
3
5
FC Basel
FC Basel
1
1
3
6
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
1
0
1
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
1
0
1
8
FC Vaduz
FC Vaduz
1
-1
0
8
FC Zürich
FC Zürich
1
-1
0
10
Servette FC
Servette FC
1
-1
0
11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen