Darum gehts
- Mattia Croci-Torti sieht den FC St. Gallen als Vorbild für Lugano
- Trainer Croci-Torti betont die Notwendigkeit gefährlicher Offensivspieler für das Team
- Luganos bester Torschütze hat in der laufenden Saison erst fünf Treffer erzielt
Lugano will es in der Super League wissen. Das bestätigt auch Coach Mattia Croci-Torti (43) nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Zürich. Im kommenden Winter-Transferfenster erwartet er keine grossen Abgänge – auch nicht von Antonios Papadopoulos, der bei Besiktas Istanbul auf der Transferliste stehen soll.
Aufsteigende Form, bald ein neues Stadion, das die Massstäbe in der Schweiz auf ein neues Niveau heben soll, gesicherte Finanzierung dank Besitzer Joe Mansueto: Die Tessiner sehen sich derzeit auf dem Transfermarkt in einer Position der Stärke.
Und auch auf dem Fussballplatz präsentiert sich das Team nach einem verpatzten Saisonstart derzeit in deutlich besserer Verfassung. Aktuell stehen die Tessiner auf dem vierten Zwischenrang der Super League. Für Croci-Torti ist das Team «im Gegensatz zum Saisonstart solide».
Letzte Saison als mahnendes Beispiel
Aktuell sei Lugano eine gute Mannschaft: «Wenn wir so weiterspielen, können wir mit den drei besten mithalten. Wir müssen einfach auf dem Boden bleiben», sagt der Trainer. Dabei verweist er auch auf die vergangene Saison, als Lugano zu diesem Zeitpunkt bereits Wintermeister war. Damals hatten die Tessiner lediglich einen Punkt mehr auf dem Konto als in der laufenden Saison. Danach allerdings folgte der sportliche Absturz.
Um ein ähnliches Szenario Anfang 2026 zu vermeiden, hat Croci-Torti eine klare Vision. «Wir brauchen gefährliche Spieler!», sagt er nach der zweitletzten Partie des Jahres. Zwar hat Lugano mit Renato Steffen (34), Mattia Bottani (34) und auch Aussenverteidiger Ezgjan Alioski (33) Profis unter Vertrag, die Spiele entscheiden können. «Aber sie müssen topfit sein», meint Croci-Torti, «dann können wir mit Basel und den Young Boys mithalten.»
In dieser Saison aber haben Steffen, Bottani und Alioski viele Spiele verletzt verpasst. Bei Alioski (Schienbeinbruch) und Bottani (Sehnenanriss) ist der Zeitpunkt der Rückkehr ungewiss.
Eines ist für Croci-Torti klar: Um in der Super League ganz oben mitzuspielen, brauche es ein breites Kader. «St. Gallen zeigt es. Dort sind teilweise Spieler wie Lukas Daschner, Jordi Quintilla, Christian Witzig oder Mihailo Stevanovic auf der Bank. Das kann den Unterschied ausmachen.»
«Wir haben Profile identifiziert»
Ob Lugano auf dem Transfermarkt aktiv wird, dürfte also auch vom Heilungsverlauf bei Bottani und Alioski abhängen. Schon nach dem 4:2-Sieg über Servette hat Croci-Torti im «Corriere del Ticino» angedeutet, dass die Tessiner bei Gelegenheit zugreifen könnten. «Der Klub wird alles tun, um mir bei der Verstärkung des Kaders zu helfen. Wir haben schon ein paar Profile identifiziert. Der positive Abschluss des Jahres könnte Spieler motivieren, zu uns zu kommen.»
Auf der Abgangsseite ist zuletzt Verteidiger Antonios Papadopoulos (26) in die Schlagzeilen gekommen. Gegen Servette konnte er gleich zweimal treffen. Das war unmittelbar nach der Meldung von Sky Deutschland, dass er auf der Wunschliste von Besiktas Istanbul stehe. Croci-Torti aber wünscht sich etwas anderes: Seine besten Spieler sollen bleiben und mit Lugano um die Tabellenspitze kämpfen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 22 | 11 | 40 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 22 | 6 | 33 | |
6 | BSC Young Boys | 22 | -2 | 32 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 22 | -3 | 23 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 22 | -11 | 19 | |
12 | FC Winterthur | 21 | -31 | 13 |

