Dass Lukas Görtler trotz Minustemperaturen kurzärmlig spielt, ist nicht überraschend. Der FCSG-Captain badet auch gern mal in einem Bergbach. Richtig ins Schwimmen aber kommen nur die Winterthurer. 0:2 steht es nach 20 Minuten. 0:5 kurz vor Schluss.
Dann erzielt Randy Schneider das Ehrentor, und die Winti-Fans jubeln, als hätte die Mannschaft soeben den Ligaerhalt gesichert. Tut das gut? Oder tut das weh, Patrick Rahmen? «Es tut gut, weil beim Jubel keine Häme dabei war. Die Fans stehen hinter uns, und wir müssen das mitnehmen in die nächsten Spiele. Sie hätten uns nach dieser Leistung auch aus dem Stadion pfeifen können», antwortet der Winti-Coach. Bereits vor dem Spiel fallen die Winti-Anhänger positiv auf, weil sie das Spielfeld vom Schnee befreien.
Trotz Räumaktion sind die Bedingungen aber miserabel. «Es war ultraschwer, unter diesen Bedingungen Fussball zu spielen. Und es ist klar, dass man nicht alles verteidigen kann. Manchmal rutschen die Bälle auch durch», sagt FCSG-Coach Enrico Maassen. So wie beim 2:0 der St. Galler, als Wintis Innenverteidiger Remo Arnold an einem Ball vorbeisenst, weil er ausrutscht.
Muss Winti den Bus parkieren?
Zur Pause bleibt der FCW-Captain in der Kabine, besser aber wirds auch ohne Arnold nicht. Im Gegenteil. Hätte Grün-Weiss seine Chancen besser genutzt, Winti wäre mit einer noch heftigeren Ohrfeige vom Platz gefegt worden. 72 Gegentore hat die Elf von Patrick Rahmen in den ersten 25 Spielen kassiert, der FCW befindet sich im Sturzflug Richtung Challenge League.
Auf die Frage, ob man für den Rest der Saison hinten den Bus parkieren müsse, antwortet FCW-Routinier Luca Zuffi: «Das haben wir auch schon probiert. Wir müssen weniger Fehler machen, taktisch besser stehen und vorne effizienter werden.» Bei einem Sieg wäre Winti bis auf vier Punkte an GC rangerückt, stattdessen gibts heftig aufs Dach. Ists ein mentales Problem? «Das würde ich nicht sagen», sagt Zuffi. Und er verweist auf die irre Wende vom letzten Jahr, als man den Ligaerhalt trotz phasenweise 13 Punkte Rückstand noch sichern konnte.
Nur: Wunder sind selten. Auch wenn Patrick Rahmen sagt: «Aufgeben ist keine Option.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 25 | 19 | 46 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 25 | -7 | 27 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |

