«Es tut verdammt weh»
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Winti-Arnold nach YB-Klatsche:«Es tut verdammt weh»

Nach Klatsche in Bern
Dieses Winterthur ist kaum mehr zu retten

0:3 beim derzeit schwachen FC Zürich. 1:6 gegen das Krisen-YB. Ist dieser FC Winterthur noch zu retten? Es wird immer schwieriger, ernsthaft daran zu glauben. Und mittlerweile spricht auch die Statistik gegen Winti.
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Trost vom Ex-Teamkollegen: Remo Arnold in den Armen von Marvin Keller.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

  • Winti verliert nach einem 0:3 beim FCZ nun 1:6 im Wankdorf gegen YB
  • Trainer Rahmen betont Durchhaltewillen trotz schlechter Leistungen und Resultate
  • Winti bleibt auswärts schwach: Nur 5 Punkte in dieser Saison
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Jetzt hält nicht mal mehr der Vergleich mit der letztjährigen Wunderrettungs-Saison. Damals hält der abgeschlagene Tabellenletzte wundersam in den letzten Runden die Klasse. Und das direkt, ohne Umweg über die Barrage. Nach der 24. Runde hatte man nach einem 1:0 gegen YB damals 17 Punkte auf dem Konto. Das sind drei mehr als in dieser Spielzeit. Und man hatte bloss fünf Punkte Rückstand auf den zweitletzten, GC. Heuer sind es sieben. Das direktrettende Ufer sah man damals noch mit einem normalen Fernglas, Yverdon hatte sieben Zähler Vorsprung. Heuer reicht nicht mal mehr ein Teleskop, sind es doch auf Servette zwölf Punkte.

0:3 und 1:6 gegen zwei formschwache Teams

Und dann spielt man gegen einen zuletzt sehr schwachen FCZ, der vor dem Winti-Spiel dreimal in Folge verloren hatte und im Match danach gegen Luzern 1:4 eingeht. Winti verliert in Zürich 0:3. Und YB, der samstägliche Gegner, hatte eben in St. Gallen 1:2 eingeschaut. Das Resultat war ein Hohn im Verhältnis zur effektiven Leistung. Und Gelbschwarz hatte zuvor aus den letzten sieben Spielen gerade mal 4 der möglichen 21 Punkte geholt. Winti verliert in Bern 1:6.

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Natürlich gibts Durchhalteparolen von links und rechts. Aber auch klare Worte. Die findet Captain Remo Arnold: «Dieses 1:6 tut verdammt weh! Aber wir haben zwei Heimspiele vor der Brust. Wir bleiben auf unserem Weg.» Nun, das ist keine gute Idee. Denn in der letzten Woche führte dieser Weg zu einem 0:3 und einem 1:6. «Es ist scheisse, klar. Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber wir müssen das annehmen und uns der Situation stellen. Wir haben ein Endziel und bleiben auf dem Weg dorthin.» Allerdings: Mit solchen Leistungen wie in Bern ist dieses Endziel, der Ligaerhalt, nicht zu erreichen. «Da ist korrekt», sagt Arnold. Aber wir haben auch schon ein anderes Gesicht gezeigt. Wir bleiben zusammen, wissen, wo wir hinwollen – und am Ende wird abgerechnet.»

Winti-Trainer Rahmen schenkt das Skore in Bern her

Auch Trainer Patrick Rahmen klammert sich mittlerweile an Durchhalteparolen, redet das Spiel schön, indem er sagt, dass man eine Stunde lang als Mannschaft gut agiert und solidarisch gekämpft habe. «Und wir hatten immer wieder Entlastung.» Nun davon war nichts zu sehen. Dafür von der Rahmen-Strategie, das Spiel irgendwann nach dem 0:3 im Hinblick auf das St.-Gallen-Heimspiel neu auszurichten. «Dass es dann 1:6 wird, ist hart.» Und dann gehts vom Durchhalten zum Strohhalm: «Wenn man sieht, wer alles zurückkommt, ist das ermutigend.»

Winti muss endlich auswärts einchecken – sonst steigt man ab

Von Aufwärtstrend der Spiele zuvor gegen Lausanne und Lugano war jedenfalls nicht mehr zu spüren. «Wir müssen das auch in den Auswärtsspielen hinkriegen», sagt Rahmen. Wie wahr. Denn ein klarer Absteiger ist Winti nur aufgrund der Schwäche in der Ferne. In der Heimtabelle liegen die Zürcher nur zwei Punkte hinter dem Trio Luzern, GC und Servette. Auswärts hingegen sind sie mit fünf Pünktchen genau so abgeschlagen wie in der Gesamttabelle. Anders ausgedrückt: Mit einzig guten Heimspielen wird Winti nicht zu retten sein. Und mit zweimal St. Gallen und Thun als nächste Gegner trifft Winterthur in drei Spielen auf die beiden führenden Teams. Puh!

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
1:0
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
24
15
43
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
0:1
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
24
-39
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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