Keine Tore, keine Punkte
Wie lange hat Lausanne noch Geduld mit Trainer Elsner?

Niemand schiesst weniger Tore als Lausanne. Niemand erspielt sich weniger Chancen. Luka Elsner muss dringend den Schlüssel für die Offensive des Tabellenletzten finden.
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Erst seit Sommer in Lausanne an der Arbeit: Luka Elsner.
Foto: keystone-sda.ch
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Florian RazReporter Fussball

Drei Wochen Pause, um die Wunden zu lecken nach dem 0:4 gegen den FC Lugano. Drei von drei Stürmern ausgewechselt im Vergleich zur Packung gegen die Tessiner. Und doch schiesst Lausanne-Sport auch gegen den FC St. Gallen kein Tor.

Das 0:1 in der Ostschweiz beweist bloss von Neuem: Dieses Lausanner Team mag ganz viele sehr interessante Dribbler im Kader haben. Aber sie alle haben keine Ahnung, wie sie ihre Dribblings, ihre Finten und ihre Geschwindigkeit in etwas Zählbares ummünzen sollen.

Die Bilanz eines impotenten Sturms

Bloss sieben Treffer in zehn Partien. Das ist die Bilanz eines impotenten Sturms: Niemand in der Super League trifft seltener. Und das ist nicht Pech. Es ist die Folge davon, dass sich Lausanne kaum Chancen erspielt. Niemand kommt pro 90 Minuten auf weniger erwartbare Tore (xG). Niemand strahlt weniger Torgefahr aus als die Männer von Luka Elsner.

Die Folge: Lausanne ist auf Rang zwölf der Liga abgerutscht. Noch hinter Aufsteiger Vaduz und den traditionell im Tabellenkeller anzutreffenden Grasshoppers.

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Wie lange schauen die Verantwortlichen um Sportchef Stéphane Henchoz diesem tristen Treiben noch zu? Elsner, der erst seit diesem Sommer am Genfersee arbeitet, glaubt an die Geduld des Klubs: «Wir halten zusammen und stehen einander bei.»

Elsner ist ein ruhiger, sympathisch wirkender Typ. Er scheint im Klub gut anzukommen. Aber er weiss natürlich, dass Lausanne dringend Punkte braucht. Und doch will er die Abstiegsgefahr in seiner Arbeit möglichst ausblenden: «Das mag eigenartig klingen. Aber wir können uns nicht aus dieser Situation befreien und Spiele gewinnen, wenn wir zu sehr auf die Tabelle schauen.»

Sein Rezept: «Einsatz und Verantwortungsbewusstsein.» Das Problem: An Einsatz mangelt es im Gastspiel bei St. Gallen nicht. Dafür an einem sichtbaren Plan, wie Tore erzielt werden sollen. Das ist ein Problem, das Elsner möglichst rasch in den Griff bekommen muss.

Vielleicht klappt es ja in einer Woche – wieder in der Ostschweiz. Dann trifft Lausanne wenige Meter neben dem Sitterstadion im Cup auf den FC Winkeln. Gegen die fünf Ligen tiefer spielenden Amateure müsste eigentlich das eine oder andere Tor drinliegen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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