«Widerspricht sämtlichen Grundwerten»
Espen-Fans toben wegen Testspiel gegen Leipzig

Grundwerte verletzt, Prinzipien über Bord geworfen – die Fans des FC St. Gallen poltern wegen eines angesetzten Testspiels gegen RB Leipzig.
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Die Anhänger des FC St. Gallen sind wütend.
Foto: freshfocus

Während des Trainingslagers in Spanien (4. bis 13. Januar) hat der FC St. Gallen ein Testspiel gegen RB Leipzig angesetzt. Das bringt die Espen-Fans mächtig auf die Palme.

«Wir fordern die Verantwortlichen des FC St. Gallen umgehend dazu auf, dieses Testspiel abzusagen», schreibt der Espenblock in einem Statement. Die Anhänger begründen die Forderung mit der generellen Abneigung gegen das «Konstrukt» aus dem Red-Bull-Konzern.

So bestünden Strukturen, «die beispielhaft in Form eines praktisch geschlossenen Mitgliederkreises innerhalb des Stammvereins nicht nur das Mitspracherecht auf perfide Weise umgehen, sondern demokratische Grundwerte grundsätzlich mit Füssen treten». Ausserdem würde man nicht davor zurückschrecken, klassische Traditionsvereine zu verdrängen (Leipzig) oder auszulöschen (Salzburg).

Prinzipien würden über Bord geworfen

In der Vorbereitung im Sommer habe man noch beispielhaft bei regionalen Vereinen seine Zelte aufgeschlagen und Trainings durchgeführt. Damit habe man die Werte Tradition, Nahbarkeit und Transparenz vorgelebt. Deshalb sei es sehr überraschend, dass man nun «sämtliche vereinspolitische Prinzipien über Bord» werfe, indem man dieses Freundschaftsspiel durchführen will.

Zwar könne man sich mit Leihspielern aus dem RB-Imperium anfreunden und verstehe Spieler, die sich aus sportlicher Sicht in diesem weiterentwickeln wollen. Mehr aber auch nicht. «Eine freiwillig durchgeführte Partie gegen das Konstrukt, das die Begeisterungsfähigkeit des Fussballs nur als Mittel zum Zweck einer übergeordneten, polysportiven und absatzorientierten Marketingstrategie missbraucht, widerspricht sämtlichen Grundwerten, die wir als Fussballfans vertreten.»

Ihre Abneigung dem Bundesligisten und dem dahinterstehenden Konzern gegenüber teilen die Fans auch auf Instagram mit. Dort veröffentlichen sie eine Bildstrecke – auf jedem der Fotos ist ein Banner zu sehen: «Kei Fuessball mit Red Bull.» (che)

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35
21
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