Was der FCB-Coach zu hören bekommt
«Koller, du bist nächste Saison eh nicht mehr Trainer»

Bei Geisterspielen fehlt zwar die elektrisierende Stimmung auf den Rängen, im Gegenzug gibts aber verbale Ausbrüche, die bei voller Hütte keiner mitbekommen würde. BLICK hat hingehört.
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Seit dem Re-Start sind keine oder nur sehr wenige Zuschauer in den Stadien.
Foto: Sven Thomann
Stefan Kreis und Marco Pescio

Der Mann ist ein Mensch gewordener Vulkan! Und feuriger als alle 22 Spieler auf dem Feld: Luzerns Goalie-Trainer Lorenzo Bucchi. Während des Spiels gegen den FCB dreht der Tessiner komplett am Rad, kommentiert fast jede Szene lautstark, feuert an, motiviert, schlägt die Hände auf den Tisch. Und er kritisiert. «Porca puttana, aber nicht mit diese linke Fuss!», brüllt er seinem Goalie, Marius Müller, zu, als dieser einen Ball mit dem schwachen Fuss klärt.

Ebenfalls hitzig zu und her gehts im Cornaredo. Luganos Assistenztrainer legt sich mit Blas Riveros an, weil dieser den Ball nicht ins Aus gespielt hat, obwohl ein Tessiner verletzt am Boden lag. Zu viel für Fabian Frei. «Was redsch du mit üsne Spieler, heb de Schlitte!», schreit der Thurgauer, es folgt ein kurzes Wortgefecht, ehe sich die Streithähne wieder beruhigen.

«Jetzt bloss nicht in die Hosen scheissen»

Beim Spiel zwischen Xamax und dem FCB gehts auch ohne Verbal-Scharmützel. Unterhaltsam ists trotzdem, was die beiden Mannschaften bieten. Als die Neuenburger auf der Maladière zur Führung treffen, macht Valentin Stocker seine Mitspieler heiss. «Jetzt bloss nicht in die Hosen scheissen!», brüllt der FCB-Captain.

Im Tourbillon brüllt ein Zuschauer, dass man nun Constantin einwechseln müsse, um den Sieg noch zu schaffen. «Welchen der beiden?», fragt sein Sitznachbar.

Beim Duell zwischen Basel und Xamax im Joggeli geraten Neuenburgs Stürmer Nuzzolo und FCB-Trainer Marcel Koller aneinander. Erstgenannter schlägt den Ball weg, Koller fordert beim Schiedsrichter deswegen eine Verwarnung. Nuzzolos Konter: «Es steht 1:0 für euch, also reg dich nicht auf!»

«Fussball, nicht Ballett!»

Ebenfalls genervt ist Thuns Trainer Marc Scheider. «Itz fangt das scho wieder ah, he! Ächt!», brüllt er nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung. «Isch immer no Fuessball, nid Ballett!», schreit Thun-Assistenztrainer Nelson Ferreira im selben Spiel von der Tribüne.

Apropos Thun: In der zweitletzten Runde empfangen die Berner Oberländer den FCB. Als sich Marcel Koller ärgert, schreit einer aus dem Publikum: «Marcel, reg di nid so uf! Bisch eh nüm Trainer nägscht Saison!» Der Mann könnte nicht unrecht haben.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
21
21
46
2
FC Lugano
FC Lugano
21
11
39
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
20
14
37
4
FC Basel
FC Basel
21
9
36
5
FC Sion
FC Sion
21
6
32
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
21
-5
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
21
3
28
8
FC Zürich
FC Zürich
21
-8
25
9
Servette FC
Servette FC
21
-5
24
10
FC Luzern
FC Luzern
21
-3
22
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
21
-11
18
12
FC Winterthur
FC Winterthur
20
-32
10
Meisterschaftsrunde
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