Darum gehts
- Im ersten Spiel der Rückrunde schon heiss: Elmin Rastoder
- Was hat der Kurz-Trip mit Kult-Potenzial bei den Thunern ausgelöst?
- Nun steht ein Saison-Highlight an: das ausverkaufte Derby
Im Juni 2024 wird klar: Elmin Rastoder (24) sagt GC und der Super League Adieu. Nach Leihen bei Vaduz schafft er den Durchbruch nicht. Er wechselt zu Thun in die zweite Klasse. Eineinhalb Jahre später strahlt er in den Katakomben des Letzigrunds als Leader: «Mein Spiel des Lebens? Ja, das kann man sagen. Es wäre sicher so gewesen, hätte mein zweites Tor gezählt.» Das war haarscharf Abseits.
Dreifacher Skorer ist Rastoder zum Start ins neue Jahr. Ein Tor und zwei Assists steuert der Stürmer aus Rüti im Zürcher Oberland zum Thuner 3:1 gegen GC bei. Für ein Raunen im Stadion sorgt sein Dribbling gegen GC-Captain Abels. Per 270-Grad-Drehung tänzelt er mit dem Ball elegant am Holländer vorbei und legt das Tor von Fehr auf – dem anderen Ex-Hopper in Reihen der Thuner.
Thun zauberte ohne Toptorjäger
Mit seiner Show hat der Nationalspieler von Nordmazedonien komplett vergessen gemacht, dass bei Thun 9-Tore-Topskorer Christopher Ibayi zum Rückrundenstart verletzt gefehlt hat.
Rastoder sagt nach dem gelungenen Rückrundenauftakt: «Ich habe mich sehr frei gefühlt heute, sehr klar.» Sein Zitat zeigt: Thun hat in den Köpfen der Spieler offenbar immer noch mehr zu gewinnen, als zu verlieren. Die Frage beim Leader ist: Wann kommt der Moment, wo die Füsschen zu zittern beginnen?
Ausflug mit Kult-Charakter als Zünglein an Waage?
Vielleicht hat Rastoder zum Start ins 2026 auch der Team-Ausflug ins Massenlager auf dem Brünig magische Kräfte und Lockerheit verliehen. Die selbst gedrehten Videos des Teams in der Lagerhütte haben Kult-Potenzial. «Was da passiert ist, bleibt privat», lacht Rastoder.
Mehr Einblick gibt Trainer Mauro Lustrinelli: «Wir haben die Spieler in verschiedene Gruppen aufgeteilt, die einen mussten kochen, die anderen Spiele organisieren, andere das Frühstück. Der Staff hat es genossen und für einmal nichts gemacht. Diese Nacht auf dem Brünig hat sich angefühlt, wie eine Woche zusammen. Und geschlafen haben wir nicht viel.»
Nun steht ein ausverkauftes Saisonhighlight vor der Tür
«Man hat fast das Gefühl, dass eine Nacht auf dem Brünig so viel bringen kann, wie eine Woche auf Mallorca», sagte Klubpräsident Andres Gerber zu Blick. Diese Energie und 14 Punkte Vorsprung auf Kantonsrivale YB nimmt Thun nun mit ins Derby am kommenden Sonntag (14 Uhr) – ein Saisonhighlight, das seit Verkaufsstart vor zwei Monaten ausverkauft ist.
Die wieder freigegebenen Tickets aus Sponsoring-Kontingenten gingen im Januar weg wie warme Semmeln. Hat sich Rastoder seinen Auftritt des Lebens für dieses Spiel aufgespart?
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 20 | 8 | 36 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 20 | 3 | 27 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 20 | -11 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 19 | -29 | 10 |

