War es eine Prügelei oder doch nur eine Diskussion?
Die Wahrheit hinter dem Trainingszoff in Lugano

Beim FC Lugano herrscht Unruhe. Nach einer sportlichen Durststrecke kam es im Training zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Renato Steffen und Antonios Papadopoulos. Der Vorfall zeigt die angespannte Stimmung im Team.
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Gegen St. Gallen spielte Renato Steffen mit einem auffälligen Verband.
Foto: Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Lugano in sportlichem Tief, Auseinandersetzung zwischen Spielern im Training
  • Steffen verletzt sich an der Hand nach hartem Zweikampf mit Papadopoulos
  • Aus den letzten zwölf Ligaspielen holte Lugano nur elf Punkte
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Zufriedene Gesichter sind beim FC Lugano in diesen Tagen Mangelware. Das sportliche Tief der letzten Wochen hat Spuren hinterlassen. Aus den vergangenen zwölf Ligaspielen gab es lediglich elf Punkte und man rutschte von Rang eins auf fünf ab. Und nun berichtet RSI am Montagabend auch noch von einer Prügelei zwischen Renato Steffen (33) und Antonios Papadopoulos (25), bei dem sich Erstgenannter letzte Woche eine Mikrofraktur an der Hand zugezogen hat.

Die Nerven scheinen im Tessin blank zu liegen. Und zwar so richtig. Doch was ist in Tat und Wahrheit am letzten Donnerstag geschehen? Wie Blick inzwischen weiss, sind die beiden Lugano-Stars tatsächlich heftig aneinandergeraten. Doch von einer Prügelei kann keine Rede sein. Viel mehr beschreiben es voneinander unabhängige Personen als «normale Diskussion» zwischen zwei Fussballern nach einem Zweikampf, die keine zwanzig Sekunden gedauert hat.

Croci-Torti, der Schlichter

Passiert ist es während einer Trainingsübung. Dabei tackelt Papadopoulos seinen Teamkollegen. Steffen fällt zu Boden und verletzt sich unglücklich an der Hand. Aus dem Affekt heraus und aus Sorge um sein Handgelenk steht er auf und liefert sich mit dem Deutsch-Griechen ein heftiges Wortgefecht.

Nur dank Trainer Mattia Croci-Torti, der an diesem Tag seinen 43. Geburtstag gefeiert hat, kriegen sich die beiden Charakterköpfe wieder ein. Allerdings ist die Sache untereinander danach schnell gegessen und die beiden haben sich ausgesprochen. Weshalb sich der Klub auch nicht dazu gezwungen sah, die beiden Streithähne zu bestrafen.

Steffen spielt mit Verband

Aus diesem Grund standen gegen St. Gallen sowohl Papadopoulos als auch Steffen standesgemäss auf dem Platz. Das einzig Auffällige: Der Flügelstürmer spielte wegen seiner Handverletzung mit einem Verband. Ob er ihn auch am Ostermontag gegen Lausanne tragen muss, ist noch offen.

Auch wenn es für die beiden Spielern keine Konsequenzen gab: hilfreich für ein nachhaltig gesundes Teamgefüge war diese Aktion ganz sicher nicht. Schon gar nicht, wenn es sportlich ohnehin nicht läuft. 

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