Während Schweigeminute wurde sie hochgehalten
GC-Fans zeigen Palästina-Flagge

Unter den GC-Fans sorgt nicht nur der zweite Liga-Sieg in Folge für Gesprächsstoff, sondern auch die gezeigte Palästina-Flagge während der Schweigeminute für die Opfer des Nah-Ost-Krieges.
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Eine Palästina-Flagge (unten rechts) in der GC-Kurve während der Schweigeminute für die Opfer des Kriegs im Nahen Osten sorgt für Diskussionen.
Foto: keystone-sda.ch
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der Sieg gegen Lugano hat den GC-Fans – auch weil es der zweite in Folge gewesen ist – nach dem dürftigen Saisonstart besonders viel Freude bereitet. Im Fan-Forum wird nach dem Spiel aber auch über ein anderes Thema heiss diskutiert. Während der Schweigeminute für die Opfer des Krieges im Nahen Osten ist in der GC-Kurve unten für kurze Zeit eine Palästina-Flagge zu sehen.

Für die Mehrheit der GC-Fans ein absolutes No-Go. «Das gehört nicht zum Sport und spaltet schlussendlich noch uns GC-Fans», schreibt ein User. Für einen anderen ist die Geste als klare Provokation zu verstehen. «Wenn man beachtet, in welcher Ecke unserer Kurve diese Flagge gehisst wurde, ist dies nicht ‹nur› pro-palästinensisch zu interpretieren, sondern auch definitiv antisemitisch.» Worte, die an ein unschönes Kapitel der jüngeren GC-Vergangenheit erinnern. Schliesslich war es ein Neonazi, der 2019 in Luzern für einen Spielabbruch sorgte und damit den Abstieg besiegelte.

Der Klub schweigt – Liga kündigt keine Sanktionen an

Für einige andere GC-Fans hat die gezeigte Palästina-Flagge nichts mit Judenhass zu tun. Diese zu zeigen, sage rein gar nichts aus. «Pro Palästina heisst schon lange nicht anti Juden!», so die Erklärung. Mehrere Nutzer sind sich jedoch einig und stimmen jenem Beitrag zu, der da lautet: «Die Flagge in unserem Sektor ist unter aller Sau. Egal welche Flagge da hängen würde.»

Der Klub schweigt am Tag nach dem Spieltag zu diesem Thema. Eine Blick-Anfrage liess die Medienstelle des Rekordmeisters unbeantwortet. Die Liga wiederum erinnert an ein Schreiben, das sie an die Klubs verschickt hat. «Wir haben die Klubs darauf sensibilisiert, extremistische Flaggen nicht zu tolerieren.» Da die gezeigte palästinensische Flagge nicht zu diesem Kreis gehört, gibt es für Klubs und Fans auch keine Sanktionen.

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Mannschaft
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FC Thun
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37
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FC St. Gallen
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31
23
56
3
FC Basel
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31
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FC Lugano
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BSC Young Boys
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