Viele Fragezeichen vor dem Champions-League-Knüller
Roter Stern und YB im Problem-Gleichschritt

Wirklich viel kann YB-Coach Raphael Wicky vom samstäglichen Kampf auf dem braunen Geläuf bei GC für das Champions-League-Spiel vom Mittwoch in Belgrad nicht mitnehmen. Setzt er dort wie gegen RB auf eine Dreierabwehr?
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Raphael Wicky kann wenig mitnehmen vom 1:0 seines Teams auf dem Letzigrund-Acker gegen GC - ausser Solidarität und Selbstvertrauen.
Foto: keystone-sda.ch
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Alain KunzReporter Fussball

Es war das System, das gegen RB Leipzig nicht hilfreich war. Dreierabwehr. Zwei Sechser. Zwei Verteidiger in den Couloirs. Safety first. Aber die (überraschten) Deutschen waren dennoch schlicht zu gut.

Grundsätzlich sind Systemdiskussionen nicht wirklich relevant. Weil sie selten den Lauf eines Spiels bestimmen. Es sind immer die Spieler, die das System ausfüllen. Dennoch war im ersten Champions-League-Spiel eine Systemdiskussion angebracht. Aus zwei Gründen: Weil Raphael Wicky in seinen zuvor 57 Spielen auf der YB-Bank nie mit diesem System gespielt hatte. Und weil damit die grundsätzliche DNA des Teams, das in den letzten sechs Jahren fünfmal Meister geworden war, über Bord geworfen wurde. Denn diese heisst: vorwärts spielen!

Wird Benito rechtzeitig fit?

Und nun gehts ins Marakana. Einem weitherum gefürchteten Stadion mit fanatischen, lauten Fans. Und einem Heimteam, das zu Hause die Zügel in die Hand nimmt und furios zu starten versucht. Grund genug, um den Versuch mit der Dreierabwehr wieder zu wagen? Wicky hat dieses System in der letzten Viertelstunde bei GC spielen lassen, als es darum ging, das Resultat über die Zeit zu bringen.

Itten zaubert mit der Hacke
3:02
GC – YB 0:1:Itten zaubert mit der Hacke

Er hat angedeutet, er werde sicher wieder mit Dreierabwehr spielen lassen. Irgendwann. Irgendwo. Und mit Loris Benito könnte jener Mann möglicherweise wieder fit werden, welcher die linke Position in einer Dreierabwehr perfekt besetzt. Benito verpasste die letzten drei Spiele wegen muskulären Problemen. «Er ist im Aufbautraining recht weit. Wir schauen da Tag für Tag», sagt Wicky.

Solidarität und das Selbstvertrauen

Sonst kann der Oberwalliser aus dem Auftritt auf dem Letzigrund-Acker nicht wirklich viel mitnehmen für Mittwoch. Nichts, was die Kulisse anbelangt. 5700 kamen. Am Mittwoch werden es fast zehnmal mehr sein. Nichts, was den Platz anbelangt. Im Marakana steht ein Piccobello-Rasen. Und auch nichts, was die Leistung anbelangt, die weit weg von Königsklasse war. Wicky relativiert: «Spiel ist ein mutiges Wort. Es war ein sportlicher Kampf auf diesem Platz.» Weshalb man genau das mitnehmen könne: «Zweikämpfe, solidarisch, miteinander, füreinander. Und das Resultat, das Selbstvertrauen gibt, denn Fussball ist ein Resultatspiel. Und wir müssen ein bisschen anders Fussball spielen. Dass wir das können, wissen wir.»

Roter Stern gewinnt auch 1:0 – und ist nicht zufrieden

Gut zu wissen, dass die Parolen aus Belgrad genau gleich tönen. Roter Stern fand nach zwei Niederlagen gegen Cukaricki (schon die zweite in der SuperLiga …) und Manchester City zum Siegen zurück: 1:0 gegen Radnicki Nis. 

Und auch da hiess es: «Siege sind das Wichtigste. Wenn man nicht in Bestform ist und das letzte Spiel in der Liga verloren hat, ist es wichtig, zum Gewinnen zurückzufinden, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Wir arbeiten an der Effizienz, probieren verschiedene Systeme aus. Manchmal funktioniert es, manchmal nicht. Aber ich glaube, dass wir am Mittwoch besser sein werden. Der Fokus liegt nun auf den Young Boys.» Gezeichnet: Barak Bahar, Trainer von Roter Stern. Man hätte ebenso gut Raphael Wicky unter diese Worte schreiben können. 

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