Darum gehts
- FC Basel verliert 1:2 gegen Thun, verpasst wichtigen Sieg im Titelkampf
- Trainer Lichtsteiner glaubt trotz 13-Punkte-Rückstand weiter an Meisterschaft
- Nur eines der letzten 9 Heimspiele im Joggeli gewonnen
Weder Stephan Lichtsteiner (42) noch Dominik Schmid (27) haben nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Thun grosse Lust, über Statistiken zu reden. Dabei lassen diese trotz Pleite einen leichten Basler Aufwärtstrend erahnen. Gegen den Leader hat der FCB mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr gewonnene Zweikämpfe. Nur die wichtigste Statsitik – das Resultat – spricht am Ende gegen den kriselnden Meister. «Alle anderen Statistiken interessieren am Schluss niemanden. Wir haben das Spielglück nicht auf unsere Seite gezwungen», findet Lichtsteiner nach seinem zweiten Auftritt als FCB-Trainer. «In den Details waren wir zu wenig konzentriert, da wir waren nicht gut genug.»
Nach der Niederlage gegen Pilsen und dem Verpassen der K.o.-Phase der Europa League geht für Lichtsteiner auch das zweite von drei Finalspiel innerhalb einer Woche verloren. Wobei der Luzerner selbst das ein wenig anders beurteilt: «Dass das eine Hypothek ist, haben wir schon vor dem Spiel gewusst», sagt Lichtsteiner über den inzwischen auf 13 Punkte angewachsenen Rückstand auf Thun. «Für mich war das aber kein Finalspiel. Solang es mathematisch noch möglich ist, glauben wir daran. Ich habe schon alles erlebt im Fussball. Wenn es rechnerisch feststeht, gratuliere ich sehr gerne.»
«Noch alles möglich»
Ähnlich kämpferisch zeigen sich seine Spieler. Zwar gibt auch Schmid zu, dass es «unter dem Strich einfach zu wenig» gewesen sei. Zu viele Fehler, zu viele Unsicherheiten, so das selbstkritische Fazit des Basler Vize-Captains. Aber: «Ich habe uns noch nicht abgeschrieben. Die Hoffnung stirbt zuletzt», so der Linksverteidiger.
Seine Hoffnungen dürfte Schmid daraus schöpfen, dass sein FCB nach dem ganz schwachen Auftritt gegen Pilsen eine Leistungssteigerung hinlegt. Nach einem frühen Rückstand kämpfen sich die Basler gegen abgezockte Thuner zurück ins Spiel. Am Ende fehlt aber das nötige Abschlussglück. «Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht», findet auch Dion Kacuri (21). «Wir müssen jetzt einfach von Spiel zu Spiel schauen. Es sind noch so viele Spiele, da ist noch alles möglich.»
Dazu müssen die Basler aber dringend zurück zu ihrer Heimstärke finden. Das Joggeli, einst das Fort Knox der Super League, hat sich von einem Hochsicherheitsakt zu einem Selbstbedienungsladen entwickelt. Nur eines der letzten neun Heimspiele haben die Basler für sich entschieden – im Cup gegen Promotion-League-Klub Grand-Saconnex. In diesem Wettbewerb wartet am Mittwoch in St. Gallen das dritte Finalspiel. Oder das zweite – je nach Sichtweise.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 22 | 11 | 40 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 22 | 6 | 33 | |
6 | BSC Young Boys | 22 | -2 | 32 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 22 | -3 | 23 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 22 | -11 | 19 | |
12 | FC Winterthur | 21 | -31 | 13 |


