Degen vs. Burgener – Wer gewinnt den Machtkampf beim FCB?
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Trainerwechsel wäre logisch
Wars das für Sforza beim FC Basel?

Boss Bernhard Burgener (63) forderte vor dem Spiel gegen Vaduz eine Reaktion, nach der Pleite zittert Ciriaco Sforza (51) um seinen Job.
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Ratlos: Ciriaco Sforza.
Foto: BENJAMIN SOLAND
Stefan Kreis

Nein, Ciriaco Sforza wird in diesem Leben wohl kein begnadeter Rhetoriker mehr werden. Dass er eine Heimniederlage gegen den Tabellenletzten aber auch noch schönreden will, das ist nicht mehr mit mangelnden Kommunikationsfähigkeiten zu erklären. «Es war nicht alles schlecht», sagt der Trainer nach dem 1:2 gegen Vaduz. Man habe bei den beiden Standardgegentoren zwar geschlafen, «läuferisch und kämpferisch» habe seine Mannschaft aber überzeugt. «Wir haben auch Chancen gehabt, die wir nicht verwertet haben.»

Der Totomat lügt nicht

Es sind Sätze, wie sie oft fallen, wenn Sforza nach Niederlagen um Erklärungen ringt. Dumm nur, dass der Totomat (und die Spielverläufe) eine andere Geschichte erzählen. Der FCB hat unter Sforza keine klare Spielidee, verlässt sich vorne zu oft auf die individuelle Klasse und ist hinten nicht ganz dicht.

In der Jahrestabelle liegen die Basler auf dem letzten Platz, nur noch sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den Barrageplatz. Rotblau im freien Fall. Dass Sforza den Turnaround noch schafft, ist fraglich denn je, holte er in seinen 31 Pflichtspielen bislang doch erst miserable 1,35 Zähler im Schnitt. Es ist die schlechteste Bilanz eines FCB-Trainers seit Karl Engel 1997.

Ein Trainerwechsel wäre logisch

Ein Wechsel an der Seitenlinie? Wäre angesichts dieser debakulösen Bilanz die logische Folge. Sforza aber will nichts davon wissen, dass seine Zeit im Joggeli zu Ende sein könnte. Darauf angesprochen, dass Boss Burgener gegen Vaduz eine Reaktion gefordert habe, diese aber nicht gekommen sei, antwortet der ehemalige Weltklassespieler: «Klar, wir haben verloren. Da ist der Herr Präsident enttäuscht. Auch ich bin enttäuscht, aber wir müssen jetzt alle zusammen nach vorne schauen.»

Dass er seinen im Februar suspendierten Captain Stocker überraschend in die Startelf stellt, begründet Sforza damit, dass dieser «im Training einen guten Eindruck» hinterlassen habe. Und auf die Frage, warum Stocker die Binde getragen habe, antwortet Sforza: «Ich hatte ein Gespräch mit ihm und Vizecaptain Fabian Frei. Und ich habe Frei gesagt, er dürfe entscheiden, ob er Valentin die Binde geben wolle.»

Sforza: «Gute Energie!»

Hat Frei zwar getan. Friede, Freude, Eierkuchen herrscht beim FCB deswegen aber nicht. Im Gegenteil. Es brennt an allen Ecken und Enden. Ob Sforza noch der richtige Trainer sei, wird Frei gefragt, dieser aber will sich nicht auf eine solche Diskussion einlassen. «Ich bin Spieler und dafür da, um Fussball zu spielen. Und ich und meine Kollegen sollten das besser machen als zuletzt.»

Dass die Chemie zwischen Führungsspieler und Trainer nach der Suspendierung von Stocker gelitten hat und etliche Profis schon zuvor unzufrieden waren, ist ein offenes Geheimnis. Auch wenn Sforza betont, dass «die Mannschaft und der Trainer eine gute Energie» hätten. «Das hat man auch heute wieder gesehen. Wir wollen ja.»

Nur: Es klappt nicht.

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Super League 25/26, Championship Round
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
Champions League-Qualifikation
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