Degen vs. Burgener – Wer gewinnt den Machtkampf beim FCB?
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Verstossener FCB-Captain gegen Vaduz in der Startelf
Ausgerechnet Stocker muss Sforza retten

FCB-Boss Bernhard Burgener (64) setzt seinen Trainer Ciriaco Sforza (51) vor dem Spiel gegen Vaduz unter Druck. Der setzt in der Not überraschend auf Valentin Stocker (31).
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Wirkt ratlos: FCB-Trainer Sforza.
Foto: Sven Thomann
Stefan Kreis

Damit hätte wohl nicht einmal der Osterhase gerechnet: Valentin Stocker, der nach der 2:6-Pleite im Cup gegen Winterthur suspendiert wurde und seither nicht mehr im Kader stand, gibt gegen Vaduz sein Comeback, steht gar in der Startelf.

Valentin solle den Kopf lüften, sagte FCB-Trainer Ciriaco Sforza damals zur Suspendierung seines Captain. Nun setzt er in der Not wieder auf seinen Routinier. Weil die Basler ohne Stocker fast gar nichts auf die Reihe brachten und Sforza weiss, dass er gegen Vaduz nicht verlieren darf?

Burgeners Ansage

Sein Boss, Bernhard Burgener, setzte den Trainer vor einer Woche im Interview mit der NZZ unter Druck. «Ich bin keiner, der einen Trainer entlässt, nur weil es alle fordern, aber die bisherige Rückrunde hatte ich mir anders vorgestellt», so Burgener. Sforza habe zwar eine schwierige Phase mit Quarantänemassnahmen und einer Serie von Verletzungen gehabt, so Burgener. Trotzdem sei nun Schluss mit Ausreden: «Im nächsten Spiel gegen Vaduz erwarte ich vom Trainer und vor allem auch von den Spielern eine Reaktion. Da müssen wir ein Zeichen setzen.»

Kann Sforza die Talfahrt stoppen?

Auf die Nachfrage, ob das ein Ultimatum an Sforza sei, antwortet Burgener: «Nein, das ist eine Ansage an alle. Es geht nicht darum, den Trainer zu desavouieren. Alle müssen sich gegen Vaduz reinhängen. Aber das versteht sich angesichts der Lage ja von selbst.»

Auf Platz fünf wurde der FCB mittlerweile durchgereicht, das Achtplatzierte St.Gallen ist nur vier Zähler entfernt, Leader YB hat satte 24 (!) Punkte Vorsprung auf Rotblau. Zahlen, die so manch einem FCB-Fan zu denken geben müssen.

Auch Burgener. Der ist grundsätzlich zwar noch immer entschlossen, mit Sforza in die neue Saison zu gehen, sprach vor ein paar Wochen intern gar eine Job-Garantie aus, wollte seinem Motto («Verträge sind da, um sich zu vertragen») treu bleiben.

Nur: Damals lag der FCB noch auf Rang 2. Und Burgener hätte zu jenem Zeitpunkt wohl nicht mit einer derartigen sportlichen Talfahrt gerechnet.

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