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Highlights im Video:Kryeziu-Blackout sorgt bei Winti für Lichterlöschen
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Wermutstropfen bei 9. Sieg in Serie
Thun bangt um Torschütze Meichtry

Ethan Meichtry leitet mit seinem 1:0 den Thuner 3:0-Erfolg in Winterthur ein. Zehn Minuten später muss sich der 20-Jährige auswechseln lassen.
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Ethan Meichtry erzielt wie schon gegen Sion auch in Winterthur das 1:0 für Thun.
Foto: keystone-sda.ch

Das Spiel

Der Thuner Meister-Express rollt und rollt. Das 3:0 auswärts bei Schlusslicht Winterthur ist gleichbedeutend mit dem neunten Super-League-Sieg in Serie für die Mannen von Mauro Lustrinelli. Im Spiel, das eigentlich schon am vergangenen Samstag hätte stattfinden sollen (unbespielbarer Rasen), reicht den Berner Oberländern ein Doppelschlag durch Ethan Meichtry und Elmin Rastoder nach der Pause, um Winterthur auf die Bretter zu schicken, bevor Kastriot Imeri in der Schlussphase für das Endresultat zuständig ist.

Allerdings bleibt ein Thuner Wermutstropfen: 1:0-Torschütze Meichtry, der vor zehn Tagen den FCT gegen Sion zum 1:0-Sieg schoss, muss zehn Minuten nach seinem Goal ausgewechselt werden. Nach einem Zweikampf mit Wintis Stéphane Cueni gehts für ihn nicht mehr weiter. Wie gravierend sich der Thuner Offensivakteur dabei verletzt hat, ist derzeit ungewiss.

Dass die Gäste nicht schon früher vorlegen können, liegt einerseits am Winterthurer Abwehrbollwerk und andererseits an Brighton Labeau. Thuns Stürmer lässt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine 100-prozentige Torchance liegen, indem er freistehend aus vier Metern doch recht deutlich übers Gehäuse köpfelt. So dauert seine persönliche Goal-Durststrecke noch ein Weilchen an (letzter Torerfolg am 6. Dezember 2025 gegen Luzern).

Und Winterthur? Die Mannschaft von Patrick Rahmen verliert zum vierten Mal hintereinander und kassiert dabei mindestens drei Gegentore. Offensiv vergibt Andrin Hunziker in der 76. Minute und in der 89. Minute die zwei besten Möglichkeiten der Zürcher.

Die Tore

55. Minute, Ethan Meichtry, 0:1. Thun erobert rund 15 Meter vor dem Winterthur-Strafraum den Ball. Daraufhin bedient Valmir Matoshi Ethan Meichtry. Bei dessen Flachschuss ist Goalie Stefanos Kapino noch leicht dran, doch das reicht nicht, um das Gegentor zu verhindern.

59. Minute, Elmin Rastoder, 0:2. Unbedrängt darf Marco Bürki Matoshi im gegnerischen Sechzehner anspielen. Matoshi gelingt die Ballannahme zwar nicht nach Wunsch; er stellt aber daraufhin sicher, dass Elmin Rastoder ungestört den Thuner Doppelschlag perfekt machen kann. Auch bei diesem Schuss ist Kapino noch leicht dran.

83. Minute, Kastriot Imeri, 0:3. Was für ein Bock von Mirlind Kryeziu: Nach der Abwehraktion von Teamkollege Remo Arnold schenkt der Winti-Verteidiger Thun sogleich den Ball wieder her. Furkan Dursun setzt Kastriot Imeri in Szene, der mittels Flachschuss einnetzt.

Die Stimmen

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Rahmen über Thuns Doppelschlag:«Sehr ärgerlich und zu einfach»
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Thuner Stimmen zum Sieg:«Wir wussten, das Spiel geht über den Kampf»

Der Beste

Valmir Matoshi. Er findet das richtige Mittel auf dem Rumpel-Rasen: die Physis. Wie er vor dem 2:0 gleich zwei Spieler wegblockt, ist mindestens gleich so entscheidend wie der präzise Abschluss von Rastoder danach. Liefert zwei spielentscheidende Vorlagen.

Der Schlechteste

Mirlind Kryeziu. Der Winter-Zuzug, der ein halbes Jahr vereinslos war, muss sich wieder an die Einsätze gewöhnen. Holt schon früh Gelb ab und wackelt in der Abwehr noch.

Das gab zu reden

Thun-Leader Leonardo Bertone (31) reist kurz vor dem Spiel mit dem Zug ab! Er steht zuerst noch auf dem Matchblatt, dann die spontane Meldung: zurück Richtung Westen. Der Grund ist ein schöner: Der Mittelfeldspieler wird wie von Blick angekündigt zum ersten Mal Vater. Beim offiziellen Spieltermin am Samstag hat das Baby noch gewartet, beim Nachholspiel am Mittwoch nicht mehr. Justin Roth springt kurzfristig für Bertone ein – und liefert einwandfrei ab.

Die Schiris

Super-League-Debüt für einen neuen Schiedsrichter. Hüseyn Sanli (31) musste seine Premiere am Samstag gleich selber absagen, nun klappts mit dem ersten Einsatz im Oberhaus. Er bringt die Erfahrung von gut 40 Challenge-League-Spielen mit.

Die Fans

Trotz abgeschlagenem letzten Platz und sieben Punkten Rückstand auf GC ist der Rückhalt auf der Schützenwiese gross. 7300 Fans sind offiziell im Stadion. Und nicht nur zahlenmässig ist die Unterstützung da, die Heimfans feiern die gelungenen Abwehraktionen zeitweise so, als hätte der FCW gerade ein Tor geschossen.

So gehts weiter

In drei Tagen stehen beide Teams schon wieder im Einsatz. Während Thun am Samstag zu Hause Luzern empfängt, duelliert sich Winterthur auswärts mit St. Gallen. Beide Partien beginnen um 18 Uhr.

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