Das Spiel
GC rettet sich gegen Lausanne in der Schlussphase zwar einen Punkt, hat aber einen weiteren gewichtigen Ausfall zu beklagen. Denn Abwehrchef Diaby fasst sich nach einer knappen halben Stunde nach einem Sprint an den Oberschenkel und muss danach wegen muskulärer Probleme raus. Die Verletzungssorgen in der Verteidigung dürften bei GC somit wohl noch grösser werden.
Aber auch offensiv sind die Gäste praktisch abgemeldet. Ausgerechnet der für Diaby eingewechselte Mikulic, der gegen Lausanne seine ersten Super-League-Minuten absolviert, hat die beste GC-Möglichkeit kurz vor der Pause. Der Abschluss des Winter-Neuzugangs fliegt jedoch knapp am Tor vorbei.
Während GC hinten reinsteht und auf Kontermöglichkeiten wartet, hat Lausanne klar mehr vom Spiel und ist näher am Führungstreffer. Die beste Chance hat Diakité nach 36 Minuten mit einem gut platzierten Schlenzer, den Hammel dank einer starken Parade klären kann. Nach der Pause ist der Stürmer dann erfolgreich, das Führungstor jedoch umstritten.
Für den Punktgewinn für die Gäste sorgt am Ende «Lebensversicherung» Asp Jensen mit seinem siebten Saisontreffer, der praktisch aus dem Nichts zum 1:1 trifft. Das Bayern-Juwel kann aber nicht mehr verhindern, dass es für GC einen Negativrekord gibt. Denn Coach Scheiblehner holte seit seinem Amtsantritt im Juli in 21 Liga-Spielen nur vier Siege. Es ist damit der schlechteste Start eines GC-Trainers in der Geschichte der Super League.
Die Tore
51. Minute, Gaoussou Diakité, 1:0. Butler-Oyedeji setzt sich im Zweikampf mit einem Schubser gegen Abels, der sich fallen lässt, durch. Der Lausanner zieht durch und legt vor Hammel quer auf Diakité auf, der nur noch einzuschieben braucht. Trotz Video-Analyse zählt der Treffer.
75. Minute, Jonathan Asp Jensen, 1:1. Zvonarek erobert sich im Mittelfeld den Ball und schickt Asp Jensen los. Der lässt Soppy stehen und zieht dann einfach mal ab. Der Ball schlägt hinter Letica im Tor ein.
Der Beste
Gaoussou Diakité. Man darf sich durchaus Fragen, warum Lausannes Zauberer am Afrika-Cup für Mali nur 51 Minuten zum Einsatz gekommen ist. Ist der Offensivspieler am Ball, ist Spektakel vorprogrammiert. Trifft nach der Pause zum 1:0.
Der Schlechteste
Luke Plange. Ist das tatsächlich der gleiche GC-Stürmer, der vor gut einem Monat YB vier Treffer eingeschenkt hat? Ein Totalausfall. Bleibt in 90 Minuten ohne einen einzigen Abschluss.
Das gab zu reden
Nach dem Waadtländer Führungstreffer durch Diakité bittet VAR Dudic Schiedsrichter Piccolo zum TV-Bildschirm. Vorbereiter Butler-Oyedeji hatte sich unmittelbar vor dem Tor gegen GC-Captain Abels mit einem leichten Schubser Platz verschafft. Dudic schaltet sich ein. Doch Piccolo hält zum Unverständnis der Zürcher an seinem ursprünglichen Entscheid fest.
Die Stimmen
GC-Spieler Lovro Zvonarek gegenüber Blue: «Wir haben gut gespielt. Nach der Niederlage gegen Thun war es wichtig, so eine Reaktion zu zeigen. Wir haben gut verteidigt. Es war diesbezüglich eines unserer besten Spiele, denn wir haben nicht viele Chancen zugelassen. Wir haben ein Tor kassiert, nach der Entscheidung des Schiedsrichters. Am Ende haben wir aber auch ein Tor geschossen.»
Die Schiris
Luca Piccolo entscheidet sich für eine sehr lockere Linie und lässt enorm viel durchgehen. Vielleicht sogar etwas zu viel (siehe Das gab zu reden).
Die Fans
Bei frischen vier Grad ist das Duell zwischen Lausanne und GC alles andere als ein Publikumsmagnet. 5345 sind es im Stade de la Tuilière. Auch der Gästesektor ist nicht übermässig gefüllt, eine Botschaft haben die mitgereisten GC-Fans aber dennoch dabei. Nach einer Stunde zünden sie Böller und zeigen ein Transparent. «Losed ihr eus nüme zue, verschaffemer eus Ghör», steht darauf. Es ist eine weitere Protest-Aktion gegen die Klubführung.
So gehts weiter
Am nächsten Samstag gastiert Lausanne auswärts in Winterthur (18 Uhr). GC empfängt wenig später Lugano zum Abendspiel (20.30 Uhr).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 29 | 34 | 68 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 29 | 8 | 42 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 29 | -16 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 29 | -14 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |






