«Das, worauf wir uns vorbereitet haben, ist passiert»
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YB-Goalie Marvin Keller:«Das, worauf wir uns vorbereitet haben, ist passiert»

«So ist es beschissen»
YB zum Heulen: Fassnacht bricht in Tränen aus

Fassnacht erzielt bei der Pleite gegen den FCSG sein 100. YB-Tor und wird von Fans geehrt. Im Interview übermannen ihn die Emotionen: «So ist es beschissen.» Denn YB ist so schlecht wie seit 13 Jahren nicht mehr.
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Die YB-Fans bedanken sich bei Fassnacht für 100 Tore.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus
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Stefan KreisReporter Fussball

Es ist nicht bekannt, ob je ein Super-League-Trainer enttäuschter war, als Gerardo Seoane nach der 1:2-Pleite gegen St. Gallen. Erst spricht der YB-Trainer von einer «enttäuschenden Startphase», dann von einer «enttäuschenden Leistung insgesamt», ehe er seinen Monolog mit einem «enttäuschenden Auftritt» beendet. 

Dazwischen sagt der YB-Trainer noch, dass man die Niederlage schnellstmöglich aufarbeiten und ein paar Dinge verändern werde. Welche das sind, führt er nicht aus. Fest steht: So wie jetzt, kanns nicht weitergehen. 48 (!) Gegentore, nur Winterthur hat noch öfter in die Röhre geguckt als YB. Nur vier der letzten möglichen 21 Punkte haben die Berner geholt, sieben der letzten neun Pflichtspiele wurden verloren. Bloss 33 Punkte nach 24 Spielen, so wenig wie seit 2013 nicht mehr. Und das mit der wohl teuersten Mannschaft der Super League.

Auf die Horror-Zahlen angesprochen, antwortet Seoane: «Wir sind in einer schwierigen Situation, es ist für alle Beteiligten unangenehm. Es ist uns nicht gelungen, die nötige Konstanz reinzubringen. Wir werden uns im Trainerteam viele Gedanken machen müssen, damit wir in Zukunft anders auftreten. Uns hat die Sicherheit gefehlt, die Struktur.» Noch im Oktober wird Seoane am gleichen Ort als neuer Heilsbringer gefeiert, weil er den FCSG mit 4:1 aus dem eigenen Stadion bugsiert, nun wirkt der langjährige Bundesligatrainer fassungs- und ratlos. 

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Fassnacht erzielt 100. Tor

Und er kann sich nicht einmal mehr auf jenen Spieler verlassen, mit dem er einst drei Meistertitel feierte: Christian Fassnacht. Zwar erzielt der Routinier gegen den FCSG sein 100. Tor für YB, überzeugen aber kann er nicht. Auf seinen Jubiläumstreffer angesprochen, bricht der Zürcher vor dem Blue-Mikrofon in Tränen aus.

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«Es ist sehr bitter. Es war ein Meilenstein, worauf ich mich gefreut habe – so ist es beschissen», sagt Fassnacht. «Wenn man mal in einer Negativspirale ist, ist es schwierig, heraus zu kommen. In einer anderen Saison hättest du es vielleicht geschafft, nach dem 0:2 noch zurückzukommen, aber momentan ist es sehr schwierig. Das Wettkampfglück und das Momentum fehlen.»

Oder anders ausgedrückt: Was YB derzeit spielt, ist zum Heulen. 

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