Darum gehts
- Servette verliert erneut, Fans sorgen für Chaos im Letzigrund
- Rivalisierende Genfer Fangruppen streiten über Werte und werfen Verrat vor
- Servette nach zwei Niederlagen ohne Punkte, nächste Woche Heimspiel gegen GC
Zwei Spiele, zwei Niederlagen, null Punkte: Der Saisonstart von Servette läuft derzeit komplett in die falsche Richtung. «Es fehlt dem ganzen Team etwas. Wir müssen alle mehr geben, damit das Glück auf unsere Seite fällt», sagt Innenverteidiger Marco Burch (25) nach der Pleite in Zürich.
Die Probleme beschränken sich allerdings nicht nur auf den Rasen. Auch auf der Tribüne brodelt es gewaltig. Im Letzigrund droht die Situation während der ersten Halbzeit gar zu eskalieren. Ein Teil der Genfer Kurve versucht, vermummt auf die Haupttribüne zu gelangen, wo ein deutlich kleinerer Teil von Servette-Fans steht und Gesänge anstimmt.
Beide Fangruppierungen melden sich zu Wort
In der Ecke neben der Haupttribüne sorgen Rauchpetarden für chaotische Szenen. Nur knapp wird verhindert, dass die Situation weiter eskaliert. Wohl auch deshalb, weil die angegriffenen Fans ihre Plätze rechtzeitig verlassen.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein seit längerer Zeit schwelender Konflikt innerhalb der aktiven Genfer Fanszene. Noch während der Partie äussert sich die Section Grenat zum Vorfall und erklärt ausführlich, weshalb sie sich vor rund einem Jahr von der rivalisierenden Gruppierung getrennt habe. Es geht um einen erbitterten Streit über die «Werte» der Fanszene. Die Section Grenat wirft der LPM unter anderem Verrat und das Preisgeben von Informationen an die Behörden vor.
Genfer Fehlstart bald komplett?
Das Fazit der Section Grenat fällt deutlich aus: «Für uns existiert diese ‹Gruppe› nicht mehr, weil sie zu viele grundlegende Werte verraten hat.» Wenig später meldet sich auch die angegriffene LPM-Gruppierung zu Wort. Ihre Botschaft: «Unsere Haltung ist einfach: Wir sind in Genf präsent, wir werden es auch weiterhin sein und unseren Weg fortsetzen, ohne uns von den Polemiken ablenken zu lassen.»
Der Konflikt innerhalb der Servette-Fanszene dürfte damit noch lange nicht beendet sein. Und auch sportlich ist die Geschichte dieser Saison längst nicht geschrieben. Klar ist aber: Gegen GC braucht es kommenden Samstag im eigenen Stadion (20.30 Uhr) dringend den ersten Sieg. Sonst ist der Fehlstart definitiv perfekt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | BSC Young Boys | 2 | 8 | 6 | |
2 | FC Lausanne-Sport | 2 | 1 | 4 | |
3 | FC Lugano | 1 | 1 | 3 | |
3 | FC St. Gallen | 1 | 1 | 3 | |
5 | FC Zürich | 2 | 0 | 3 | |
6 | FC Basel | 2 | 0 | 3 | |
7 | FC Thun | 2 | -4 | 3 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
9 | FC Vaduz | 1 | -1 | 0 | |
10 | FC Sion | 1 | -2 | 0 | |
11 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 | |
11 | Servette FC | 2 | -2 | 0 |

