Ober-Hopper macht Kampfansage
«Nein, GC steigt nicht ab!»

1:1 stehts bei Halbzeit der Barrage. Bei GC ist wegen des ultraspäten Moments des Ausgleichs eine gewisse Zufriedenheit spürbar. Das scheint eine gefährliche Beurteilung der Lage.
Kommentieren
1/8
Amir Abrashi – das ist immer Leidenschaft pur, selbst bei der Auswechslung. Hier kommt Pascal Schürpf für den GC-Captain.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_718.JPG
Alain KunzReporter Fussball

GC rennt am Sonntag immer wieder an. Das Team probiert alles, gelingen will aber nicht wirklich viel.

Aber dann kommt in allerletzter Sekunde das Geschenk in Form eines VAR-Penaltys (den man aber absolut pfeifen kann), sodass der Ausgleich unverhofft doch noch gelingt. Klar, dass man unter diesem Einfluss von Emotionen und Adrenalin dazu neigt, zu sehr zufrieden und glücklich zu sein.

Thun ist das beste Heimteam der Geschichte!

Dies die Gefühlslage beim Rekordmeister nach dem Barrage-Hinspiel gegen Thun. Doch nun folgt erst der wahre Überlebenskampf. Es geht in die Stockhorn-Arena, wo die Berner Oberländer diese Saison das heimstärkste Team der Geschichte der Challenge League waren: 48 Punkte aus 18 Spielen. Gewonnen hat dort, vor der majestätischen Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau, diese Saison niemand: 15 Heimsiege, drei Unentschieden. Die Mission für GC ist also heikel, sehr heikel.

Das weiss auch Leithammel und Captain Amir Abrashi (34): «Null zu eins zu verlieren, wenn du alles probiert, so viel Aufwand betrieben hast, wäre sehr bitter gewesen. So kommen wir mit einem blauen Auge davon. Aber nun müssen wir eine Schippe drauflegen. Wir waren zu harmlos, bei den fast 20 Eckbällen und bei den Flanken.» So habe man fürs Rückspiel wenigstens ein bisschen Luft. «Jetzt müssen wir die Emotionen und die Energie aus diesem Ausgleich mitnehmen. Wir werden uns sicher nicht verstecken, sondern nach Thun gehen, um diesen Sieg zu holen.»

Immerhin: Der FC Luzern hats vorgemacht

Und? Kommts gut? Oder steigt GC doch ab? «Ich hoffe es nicht, nein. Wir werden es am Freitag sehen», sagt der Ostschweizer zu Blick. Und auf Nachhaken, ob es wirklich nur ein Hoffen ist: «Nein, wir steigen nicht ab.» Gegenüber Nau sagt der Captain: «Wir haben keine Wahl.» Und auf Blue: «Nun gehen wir am Freitag nach Thun. Spielentscheidend.»

Für die Rettung braucht GC nun einen Sieg dort, wo noch niemand in dieser Saison gewonnen hat. Niemand? Niemand in der Meisterschaft. Aber ein anderes Super-League-Team sehr wohl. Im Cup. Der FC Luzern, am 16. September mit 3:1 nach Verlängerung. Und das zu zehnt! Okou und Jashari machten in der Overtime alles klar. Es geht also doch, das mit dem Siegen in der Stockhorn-Arena. Notfalls über den Umweg von zusätzlicher Zeit. Was GC am Freitag durchaus auch blühen kann.

Sonst steigt GC in der Neuzeit zum zweiten Mal nach 2019 in die Challenge League ab. Das wäre nach der Aufstockung der Liga umso bitterer. Und ein sofortiger Wiederaufstieg kein Selbstläufer. Denn auch damals, 2019, mussten die Hoppers wie so viele arrivierte Klubs zwei Anläufe nehmen.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen