Es läuft beim FC St. Gallen. Und wenn es läuft, dann kann man mit Joel Ruiz auch einen 19-jährigen Innenverteidiger als rechten Aussenläufer aufstellen – und der spielt dann, als tue er das seit Jahren. Genau dasselbe gilt für den zentralen Mittelfeldspieler Mihailo Stevanovic, der dieselbe Aufgabe auf links erledigt – und sogar noch mit einem Assist nach Hause fährt.
Über das ganze Spiel hat die St. Galler Abwehr den Basler Angriff im Griff. Wobei Tom Gaal nach seiner frühen gelben Karte als Vorsichtsmassnahme zur Pause drinnen bleibt.
Im Zentrum gewinnt das Trio Lukas Görtler, Corsin Konietzke und Carlo Boukhalfa den Abnützungskampf mit den Baslern Metinho und Léo Leroy.
Und vorne findet Alessandro Vogt zwar fast nicht statt (acht Ball-Aktionen in 60 Minuten). Dafür versprüht Aliou Baldé viel Spielfreude – und erzielt das erste Tor, das dem Nachmittag die entscheidende Richtung gibt.
Hinweis:
Gaal bis 46., Vogt bis 61., Görtler bis 74., Konietze bis 84. und Boukhalfa bis 84. Minute.
Daschner ab 46., Besio ab 61., Fazliji ab 74., Quintilla ab 84. und Scherrer ab 84. Minute – Besio, Fazliji, Quintilla und Scherrer zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Und so haben die Basel-Spieler abgeschnitten
Dieser FC Basel ist durch mit der Saison. Bei Rotblau geht eigentlich gar nichts mehr gegen St. Gallen, obwohl doch eigentlich ein Sieg gefragt wäre. Aber da sind weder Feuer noch Dringlichkeit. Stattdessen lässt die Abwehr drei Gegentore zu, ohne dass der Gegner wahnsinnig vehement angerannt wäre.
Marwin Hitz könnte bei seinem Abschiedsspiel im St.-Jakob-Park sicher den Schuss halten, der zum dritten Gegentor führt. Aber wer will an einem 38-Jährigen herummäkeln, der vermutlich sein letztes Spiel im Profifussball bestreitet? Kaum vorstellbar, dass Hitz zum Saisonende in Lugano noch einmal spielen wird.
In der Reihe vor ihm zeigt sich Dominik Schmid insofern solidarisch, als er gegen Torschütze Nevio Scherrer auch gar nicht gut aussieht. Auf der anderen Seite ist Keigo Tsunemoto ebenfalls ungenügend. Und im Zentrum trifft Nicolas Vouilloz zwar zum 1:2 – ist aber beim 0:2 sehr passiv.
Im Zentrum spielt Xherdan Shaqiri erstmals seit dem 14. April wieder von Anfang an, und er tut es nicht gut. Zwei schwierige Ballverluste könnten zu Gegentoren führen. Gegen vorne gelingt wenig bis gar nichts. Da hilft es nicht, dass auch die Nebenleute Léo Leroy und Metinho keinen guten Nachmittag einziehen.
Auf den Seiten haben Bénie Traoré und Julien Duranville immerhin ihre Momente – aber beide wirken isoliert in ihren Aktionen. Was noch viel mehr für Giacomo Koloto gilt. Der Stürmer kommt bis zu seiner Auswechslung in der 57. Minute auf bloss 21 Ball-Aktionen.
Hinweis:
Koloto bis 57., Shaqiri bis 57., Leroy bis 67., Duranville bis 81. und Tsunemoto bis 81. Minute.
Ajeti ab 57., Koindredi ab 57., Salah ab 67., Rexhaj ab 81. und Rüegg ab 81. Minute – Salah, Rexhaj und Rüegg zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 37 | 28 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 37 | 25 | 69 | |
3 | FC Lugano | 37 | 13 | 64 | |
4 | FC Sion | 37 | 23 | 62 | |
5 | FC Basel | 37 | 1 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 37 | 11 | 54 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 37 | 7 | 50 | |
2 | Servette FC | 37 | 6 | 50 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 37 | -12 | 42 | |
4 | FC Zürich | 37 | -21 | 38 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 37 | -28 | 30 | |
6 | FC Winterthur | 37 | -53 | 23 |

