Nicolas Haas ist «gekommen, um zu bleiben»
Verlorener Sohn als Leader zurück beim FC Luzern

Nicolas Haas ist nach sechs Jahren zurück beim FC Luzern. Im Gespräch mit Blick spricht er über seine neue Rolle in Luzern sowie sein Abenteuer in Italien.
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Nicolas Haas ist zurück beim FC Luzern.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der FC Luzern schliesst einen verlorenen Sohn in die Arme. Nach sechs Jahren in Italien steht Nicolas Haas (27) seit Anfang September wieder bei den Zentralschweizern unter Vertrag. «Es war mein Wunsch, zurückkehren. Deshalb fühlt es sich sehr gut an, wieder hier zu sein», sagt er zu Blick.

Bei Empoli seien zuletzt viele Sachen nicht mehr nach Haas’ Vorstellungen gelaufen. Einerseits die regelmässigen Kaderumbrüche, andererseits die fehlende Spielzeit. «Ich wollte spielen und nicht nur zuschauen.» Deshalb habe er dem Sportchef Pietro Accardi (41) seinen Wechselwunsch mitgeteilt.

«Ich hatte Gänsehaut»

Weil Empoli aber mit ihm rechnete, musste sich Haas in Geduld üben. Am Ende haben sich die Toskaner und die Luzerner auf eine Leihe mit Kaufoption geeinigt. Dass diese nächsten Sommer gezogen wird, dürfte reine Formsache sein. «Ich will da sein und da bleiben. Ich habe extrem Bock auf dieses Projekt», bekennt sich der Surseer zu Blau-Weiss.

Der FCL ist für Haas eine Herzensangelegenheit. «Sehr emotional» sei der Tag der Unterschrift gewesen, als er zudem in der Swissporarena vom Speaker als Neuzugang verkündet wurde. «Ich hatte Gänsehaut. Meine Mutter hatte Tränen in den Augen», schildert er.

Als Leader geholt

Emotionen hin oder her. Die Erwartungen sind gross. Dessen ist sich Haas bewusst. «Im Kopf muss man extrem parat sein und wissen, was auf einen zukommt.» Auf und neben dem Platz sieht Trainer Mario Frick (49) für ihn eine Leaderrolle vor. Doch der Mittelfeldspieler will nicht nur seine Erfahrung weitergeben. «Ich bin hier, um anzugreifen und mich weiterzuentwickeln. Schliesslich bin ich noch jung und will viel lernen.»

Konkrete Ziele, die Haas mit dem FCL erreichen will, nennt er nicht. Dafür lobt er den Klub. «Es ist einiges gegangen, seit dem ich weggegangen bin. Ich sehe eine sehr positive Entwicklung des Klubs.» Er selbst hat in diesen Jahren ebenfalls viel für seine persönliche Weiterentwicklung getan. In wenigen Wochen gibt er seine Bachelorarbeit im Rahmen seines Psychologiestudiums an einer deutschen Fernhochschule ab.

Viel erlebt in Italien

Auch fussballerisch hat er seinen Rucksack gefüllt. In Italien hat er vom Norden (Atalanta) über das Zentrum (Frosinone, Empoli) bis im Süden (Palermo) so gut wie alles gesehen. «Es war ein Traum von mir, in der Serie A zu spielen. Das erreicht zu haben, ist grossartig.» Als Höhepunkte nennt er den Aufstieg mit Empoli sowie die Auswärtssiege gegen Inter, Napoli und Juventus. Ein Tiefpunkt war dagegen der erlittene Kreuzbandriss kurz vor Weihnachten 2021.

Jetzt setzt Haas seine Karriere an seinem Heimatort fort. Sein Vorhaben ist klar: «Wenn ich dereinst mein FCL-Trikot mit der Nummer 32 abgebe, soll der Klub einen weiteren Schritt gemacht haben und in die richtige Richtung unterwegs sein.»

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