Darum gehts
Es ist bitter. Da spielt Brian Beyer beim FC Winterthur keine Rolle, wird an den FC Vaduz ausgeliehen, ballert die Ländle-Kicker in die Super League, wäre gerne geblieben, muss nun aber zurück in die Challenge League. Zwar hätte der FCV den Franzosen gerne behalten, doch der 28-Jährige hat beim FCW noch einen Vertrag.
Statt auf Beyer baut Vaduz-Sportchef Franz Burgmeier auf vier Offensivspieler, die auf die kommende Saison hin verpflichtet wurden. Mit Dejan Djokic (25) und Dejan Sorgic (36) kommt Super-League-Erfahrung, mit Lado Akhalaia (24) und Juan Cabrera (23) ein Duo aus dem deutschen Unterhaus. Beide spielten in der letzten Saison für die 2. Mannschaft von Greuther Fürth in der Regionalliga. Von «zwei interessanten Profilen» spricht Burgmeier. Wohl wissend, dass er sich auf dem Transfermarkt in massiv tieferen Regalen bedienen muss als die Konkurrenz.
Mit einem Mini-Budget von bloss 6 Milliönchen steigt der FCV in die Super-League-Saison. Zum Vergleich: Winterthur, das eine Saison des Grauens hinter sich hat, operierte mit knapp 16 Millionen Franken. Das Vaduzer Kader hat aktuell einen Marktwert von 6 Millionen, Liga-Krösus YB wird zehnmal höher ausgewiesen.
Keine Angst, bloss Kanonenfutter zu werden? «Nein», sagt Burgmeier. «Der Gap von der Super zur Challenge League ist kleiner geworden. Ich bin überzeugt, dass wir konkurrenzfähig sein werden.» Bestes Beispiel ist der FC Thun, der nach dem Aufstieg sensationell Meister wurde.
Teilnahme kostet Kohle
Das wird mit Vaduz nicht passieren. Weil sich Wunder selten wiederholen. Und weil der FCV laut Reglement gar nicht Schweizer Meister werden darf. Blechen müssen die Liechtensteiner trotzdem. Wie viel die Teilnahme kostet, will Burgmeier aber nicht verraten. Gleichwohl spricht er von einer «beträchtlichen Summe», die man zahle. Die Rede ist von einem hohen sechsstelligen Betrag, der an die Swiss Football League (SFL) geht. Geld, das der FC Vaduz nicht hat.
Dafür einen Trainer, der sich wohlfühlt. Nach dem Aufstieg hätte Marc Schneider den nächsten Schritt machen und den Verein wechseln können, der 45-Jährige aber verlängerte trotz Avancen aus Luzern seinen Kontrakt bis 2028.
«Er fühlt sich wohl bei uns, schätzt das ruhige Umfeld», sagt Burgmeier. Schon beim FC Thun, im beschaulichen Berner Oberland, blühte Schneider auf, stand drei Jahre lang an der Seitenlinie. Seine beiden Auslandabenteuer bei Waasland-Beveren und Greuther Fürth waren hingegen von kurzer Dauer.
In Vaduz arbeitet er zwar im Ausland, dürfte sich aber trotzdem als Schweizer fühlen. Auch, weil die Hälfte aller Kaderspieler einen rot-weissen Pass hat. Und bloss vier aus Liechtenstein selbst kommen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Luzern | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Sion | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC St. Gallen | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Thun | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Vaduz | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Grasshopper Club Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lausanne-Sport | 0 | 0 | 0 | |
1 | Servette FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | BSC Young Boys | 0 | 0 | 0 |

