Darum gehts
- FCZ vor Derby gegen Grasshoppers, Fans fordern einen Sieg
- Interimstrainer Bernegger rotiert stark, wollte Topskorer auf die Bank setzen
- Neue Saisonplanung: Marcel Koller führte Gespräche mit Spielern im Home of FCZ
In Lausanne: Silas Huber (20) raus, Yanick Brecher (32) rein. In der Hoffnung auf «Erfahrung und Stabilität», wie Interimstrainer Carlos Bernegger (57) meint. Dazu Matthias Phaëton (26) von der Verbannung auf der Tribüne direkt in die Startformation.
In Winterthur eine Woche später: Brecher raus, Huber rein. Dazu Phaëton von der Startformation direkt wieder in die Verbannung auf der Tribüne. Ausserdem Valon Berisha (33) bloss auf der Bank. Stattdessen drin: Nevio Di Giusto (21), zuletzt viermal ohne Einsatz. Sowie Selmin Hodza (22), bis dahin mit bloss 15 Einsatzminuten in der aktuellen Saison der Super League.
Bernegger will den Topskorer draussen lassen
Und wäre nicht noch eine Verletzung dazwischengekommen, hätte es auch noch diesen Wechsel gegeben: Philippe Kény (26) raus, obwohl er Topskorer des Teams ist, Damienus Reverson (22) rein. Das erledigt sich erst mit Reversons Verhärtung im hinteren Oberschenkel vor Anpfiff.
Es wirkt von aussen, als ob Bernegger einfach mal alle möglichen Spieler aufs Feld werfen würde, um zu testen, wer sich denn so aufdrängen könnte für die kommende Saison. Der Zeitpunkt scheint günstig. Nur Menschen mit sehr viel Fantasie sehen den FCZ noch auf den Barrageplatz abrutschen.
Aber Bernegger verwirft fast die Hände, als er darauf angesprochen wird. Die jetzigen Spiele als Vorbereitung auf die nächste Saison? «Genau das ist die Gefahr der jetzigen Situation», findet er, «es ist der falsche Moment, sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Was zählt, ist die Gegenwart.»
Kann man als Coach so erzählen. Nur schreitet die Planung der Zukunft beim FCZ logischerweise trotzdem voran. Wie Blick erfahren hat, hat Marcel Koller (65) in der vergangenen Woche bereits Gespräche mit Spielern im Home of FCZ geführt. Der Trainer der kommenden Saison wollte sein künftiges Kader kennenlernen. Es gab eine erste Vorstellungsrunde mit Einzelgesprächen, um sich näher kennenzulernen.
Es macht aus Sicht des FCZ absolut Sinn, dass sich der neue Chef möglichst rasch ein Bild seines Arbeitsplatzes und seiner künftigen Mitarbeiter verschafft. Noch so eine missratene Saison wie die laufende kann sich der Klub finanziell auch vom Ruf her nicht leisten.
Die Forderung der Fans ist eindeutig
Ob sich die Konzentration der Spieler durch Gespräche mit dem kommenden Trainer tatsächlich auf die letzten paar Spiele bis zur Sommerpause richtet? Es wäre nur menschlich, wenn der Fokus bei einigen bereits auf die Zeit nach der Sommerpause schweifen würde. Zumal gerade entschieden wird, wer künftig noch in Zürich spielt und für wen der Weg weiterführt.
Es gibt allerdings neben Bernegger noch ein paar Menschen rund um den Klub, die das Hier und Jetzt ebenfalls gern ins Zentrum rücken würden: die FCZ-Fans. Nach dem 2:2 in Winterthur gibt es einige Pfiffe aus der Kurve der Zürcher Anhänger. Und danach die unmissverständliche Forderung: «Günned das Derby!»
Nächster Gegner des FCZ sind die Grasshoppers. Zumindest in diesem Spiel sollten dann alle Zürcher mit dem Kopf für 90 Minuten plus Nachspielzeit bei der Sache sein.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano 0:0 | 35 | 13 | 61 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys 0:0 | 35 | 4 | 49 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC 2:0 | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich 0:2 | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |
