Dauerbrenner beim Leader
Warum Cimignani bei Lugano plötzlich unverzichtbar ist

Yanis Cimignani gehört zu Luganos Dauerbrennern. Er überzeugt nicht nur mit seinen Skorerpunkten, sondern auch mit seiner Vielseitigkeit. Trainer Mattia Croci-Torti verrät, warum er auf den Franzosen nicht verzichten will.
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Yanis Cimignani ist beim FC Lugano derzeit nicht wegzudenken.
Foto: Nico Ilic/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

24 Spieler hat Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti (44) in dieser Saison bisher eingesetzt. Drei davon haben bereits mehr als 1400 Minuten auf dem Buckel: Antonios Papadopoulos (27; 1450 Minuten), Yanis Cimignani (24; 1428) und Anto Grgic (29; 1406). Während die Namen der beiden anderen kaum überraschen, ist Cimignani auf dieser Liste durchaus eine Überraschung.

«Ich hoffe, dass der Trainer das auch so sieht», sagt Cimignani etwas verlegen, als er darauf angesprochen wird, inzwischen unersetzlich zu sein. Dass er sich diesen Status erarbeitet hat, zeigen nicht nur seine Einsatzzeiten, sondern auch die Worte seines Trainers. «Aufgrund dessen, was er bisher gezeigt hat, haben wir uns auf dem Transfermarkt gegen die Verpflichtung eines weiteren Mittelfeldspielers entschieden», erklärt Croci-Torti.

Cimignani ist der Mann für alles

Cimignanis Saisonstart kann sich sehen lassen. Nach 19 Einsätzen steht er bereits bei vier Toren und vier Assists – und damit bei mehr Skorerpunkten als in jeder seiner beiden vergangenen Spielzeiten. Nur in seiner ersten Saison (2023/2024) im Tessin war seine Ausbeute noch besser: Damals bereitete er vier Treffer vor und erzielte sechs selbst. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis er auch diese Marke übertrifft.

Ursprünglich wurde Cimignani als Flügelspieler für ein 4-3-3-System verpflichtet. Inzwischen kommt er als Aussenläufer oder hinter der einzigen Spitze im 3-4-2-1 zum Einsatz. Im Laufe seiner Zeit in Lugano hat er bereits zahlreiche weitere Positionen bekleidet. Es scheint, als wäre nur das Tor noch Neuland für ihn. «Hoffentlich passiert das auch nicht», sagt er mit einem herzhaften Lachen.

«Habe mich von Zidane inspirieren lassen»

Seine eigentliche Lieblingsposition ist eine andere: «Die Zehn. Aber die gibt es in dieser Form in unserem System nicht mehr.» Also musste sich Cimignani anpassen. Längst hat er seine Vielseitigkeit nicht nur akzeptiert, sondern zu einer seiner grössten Stärken gemacht. Genau das schätzt Croci-Torti an ihm. «Manchmal braucht man Spieler, die alles machen – und das gut. Cimignani ist so einer. Um möglichst unberechenbar zu sein, brauchen wir solche Typen», sagt der Lugano-Trainer.

Zuletzt setzte Croci-Torti Cimignani auch im zentralen Mittelfeld ein. «Ich habe mich davon inspirieren lassen, wie der französische Nationaltrainer Zinédine Zidane Lucas Da Cunha spielen lässt.» Gegen Getafe dürfte Cimignani nun wieder auf der Aussenbahn zum Einsatz kommen. Dort will er an seine jüngsten Leistungen anknüpfen und nach dem Auftaktsieg gegen Roter Stern Belgrad mit Lugano auch erstmals einen Klub aus einer der fünf grossen europäischen Ligen bezwingen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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