Darum gehts
- FC Basel besiegt Thun 4:2; Lichtsteiner kritisiert Medien bei Pressekonferenz
- Trainer bemängelt fehlende Ballkontrolle und zwei unnötige Gegentore
- Vier Schüsse aufs Tor in ersten Saisonspielen, jetzt deutlicher Sieg
Er habe kein Problem, mit Druck umzugehen. «Ich bin mein ganzes Leben lang unter Druck gestanden», sagt Stephan Lichtsteiner nach dem 4:2-Sieg gegen Thun. Und trotzdem ist es dem FCB-Trainer anzumerken, dass nach dem durchwachsenen Saisonstart viel Last von seinen Schultern gefallen ist.
Nur so lässt sich sein Frontalangriff in Richtung Medien erklären, zu dem er an der Pressekonferenz bläst. «Es wird viel Negatives berichtet. Man ist immer darauf aus, Negativität in den Klub zu bringen. Mein Team und ich haben etwas mehr Respekt verdient», sagt Lichtsteiner in Richtung des Blick-Reporters.
Viel Positives haben die ersten beiden Saisonauftritte gegen Servette (1:0) und Lausanne (0:1) aber nicht hergegeben. Obwohl Lichtsteiner in der Sommervorbereitung nun endlich die Zeit erhielt, die er so lange eingefordert hatte, hat das Basler Spiel vor allem in der Offensive sehr ideenlos gewirkt. Vier Schüsse aufs gegnerische Tor lautete die Bilanz nach den ersten 180 Saisonminuten.
«Können noch besser sein»
Gegen den Meister aus dem Berner Oberland sieht das komplett anders aus. Der FCB drückt schon in der Startphase aufs Gaspedal und führt schon nach einer halben Stunde nicht unverdient mit 2:0. «Danach haben wir etwas die Kontrolle übers Spiel verloren, konnten aber noch einmal zulegen», bilanziert Lichtsteiner.
Restlos zufrieden ist der FCB-Trainer aber trotzdem nicht. «Die beiden Gegentore nerven. Die sollten so nicht passieren», findet Lichtsteiner. Es sei noch ein weiter Weg, der auf sein Team warte, bis man dort sei, wo er sich das vorstelle. «Wir können noch klarer sein in der Ballkontrolle, wir können noch besser sein bei den letzten Pässen», ist er überzeugt.
Metinho sitzt 90 Minuten auf der Bank
Dank des wichtigen Heimsiegs hat sich Lichtsteiner nun wieder etwas Zeit verschafft, um weiter mit seinem Team daran arbeiten zu können. Bei einer Niederlage hätte sein Trainerstuhl dagegen bereits gewaltig gewackelt. Dessen scheint sich auch der Adligenswiler bewusst gewesen zu sein. Schliesslich geht er mit seiner Startelf gegen Thun all-in.
Lichtsteiner setzt nicht nur seinen Captain Xherdan Shaqiri auf die Bank, sondern auch die beiden Abgangskandidaten Philip Otele und Metinho. Im Fall des zuletzt etwas schwächelnden Kongo-Brasilianers begründet er die Nicht-Aufstellung mit der guten Trainingswoche von Konkurrent Becir Omeragic und stellt dafür sogar sein System leicht um. Eine Massnahme, die voll aufgeht.
Bei Shaqiri und Otele habe er dagegen kein Risiko eingehen wollen, nachdem beide unter der Woche nicht sämtliche Trainingseinheiten vollständig absolvieren konnten. «Ich wollte eine Mannschaft auf den Platz bringen, in der alle plusminus den gleichen physischen Leistungszustand haben», erklärt Lichtsteiner, der Shaqiri und Otele nach einer Stunde trotzdem beide noch einwechselt. «Als ein Zeichen des Respekts gegenüber ihnen», wie er sagt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 3 | 9 | 9 | |
2 | BSC Young Boys | 3 | 8 | 7 | |
3 | FC St. Gallen | 3 | 2 | 7 | |
4 | FC Sion | 3 | 2 | 6 | |
5 | FC Basel | 3 | 2 | 6 | |
6 | FC Lausanne-Sport | 3 | 1 | 5 | |
7 | Servette FC | 3 | -1 | 3 | |
8 | FC Zürich | 3 | -5 | 3 | |
9 | FC Thun | 3 | -6 | 3 | |
10 | Grasshopper Club Zürich | 3 | -4 | 1 | |
11 | FC Luzern | 3 | -5 | 1 | |
12 | FC Vaduz | 3 | -3 | 0 |

