Keine Brexit-Hürden mehr dank Italien
Plötzlich auch England-Wechsel möglich für FCZ-Star Gnonto

Bei Super-League-Schluss war klar: FCZ-Juwel Willy Gnonto (18) kann wegen der Brexit-Regeln für Arbeitsbewilligungen nicht in die Premier League wechseln. Aber jetzt ändern seine Italien-Einsätze alles.
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Willy Gnonto (r., mit Tosin und Marchesano) im Testspiel gegen Altach: Wie lange trägt der FCZ-Rohdiamant noch das Zürcher Trikot?
Foto: keystone-sda.ch
Matthias Dubach

Der Hype um Willy Gnonto (18) hält an!

Die interessierten Klubs aus Italien, Deutschland oder Holland sind bereits zahllos. Doch mit Leeds ist nun auch der erste Premier-League-Klub ins Rennen um das FCZ-Juwel eingestiegen.

Gnonto nach England? Als der Italiener nach der letzten Super-League-Runde am 22. Mai den Meister-Pokal hochstemmte, war das unmöglich. Nun ist alles anders – weil Gnonto im Juni sensationell für die A-Nati debütierte.

Doch der Reihe nach. Seit dem Brexit regelt ein kompliziertes Punkte-System, ob ein englischer Klub eine Arbeitsbewilligung für einen ausländischen Spieler kriegt. Nach der Saison mit dem FCZ erreichte Gnonto die nötigen 15 Punkte bei weitem nicht. Unter anderem, weil die Engländer die Super League nur als viertklassige Liga einstufen und Zürich nicht europäisch spielte.

Punktezahl auf einen Schlag verdoppelt

Mit seinen 9 Pünktchen scheiterte Gnonto selbst am Minimum von 10, mit denen ein englischer Klub für ihn als U21-Spieler eine Ausnahmebewilligung hätte beantragen können.

Doch nun spielte Gnonto viermal in der Nations League. Ernstkämpfe für eine Weltklasse-Nati werden im Brexit-System üppig belohnt! Weil er im begutachteten 24-Monate-Zeitraum in 13,7 % der italienischen Pflichtspiele zum Einsatz kam und die Weltrangliste (Italien auf Rang 7) ein erheblicher Faktor ist, kassiert Gnonto auf einen Schlag zusätzliche 9 Punkte.

Das grüne Brexit-Licht ist eine willkommene Nachricht für den FCZ, da die englischen Klubs im Geld schwimmen und es selbst für einen Fast-Absteiger wie Leeds ein leichtes wäre, die von Präsident Ancillo Canepa geforderte Ablöse von mindestens 10 Millionen zu stemmen.

Ob sich am Ende Canepa bei Roberto Mancini für einen Geldregen aus England bedanken kann?

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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