Im Tessin sind sie sich einig
«Nur mit einem neuen Stürmer wird Lugano Meister»

Lugano auf Titelkurs, aber mit Herausforderungen. Intensive Reisen und dünner Kader bremsen die Ambitionen. Tessiner Fussballexperten fordern Verstärkung im Sturm für ernsthafte Titelchancen.
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Für viele ist Lugano ein Titelkandidat.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Viele sehen Lugano als Titelkandidat Nummer 1
  • Reisestrapazen und dünnes Kader behindern Luganos Titelchancen laut Experten
  • Regazzoni schätzt Luganos und Basels Titelchancen auf je 40 Prozent ein
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Lugano ist Titelkandidat Nummer 1! Das hat nicht nur der Blick-Meistercheck jüngst gezeigt, sondern ist auch die Meinung vieler Fussballexperten. Und selbst die Bianconeri machen in dieser Saison kein Geheimnis daraus, dass sie den ersten Meistertitel seit 1949 feiern wollen.

Kürzlich betonte Trainer Mattia Croci-Torti (42), dass er sich in der Schweiz nur vor seiner eigenen Mannschaft fürchte. Was völlig legitim ist. Die Punkte, die sie bisher liegengelassen hat, sind praktisch alle selbstverschuldet. Mindestens sechs Zähler könnte – ja, fast müsste – sie mehr haben. Ihr Glück ist, dass bisher alle anderen auch in einer absurden Regelmässigkeit straucheln.

Reisen als Luganos Hindernis

Im Tessin ist man mit dem bisher Gezeigten trotzdem zufrieden. «Sie spielen eine gute Meisterschaft und eine ausgezeichnete europäische Kampagne», sagt Alberto Regazzoni (41) im Gespräch mit Blick. Mehr habe er nicht erwartet. Der Grund? Die vielen Reisen. «Das raubt enorm viel Energie und macht dich mental müde», sagt der dreimalige Nati-Spieler.

Tatsächlich ist der Kalender der Bianconeri proppenvoll. Das zeigen die letzten acht Tage nur zu gut. Nach dem Conference-League-Spiel gegen Gent in Thun reiste der Tross nach Nyon. Am Samstagabend ging es von dort weiter nach Genf, wo am Sonntag ein Ligaspiel anstand. Danach ging es für einen Tag nach Hause, ehe schon am Dienstag die Reise mit dem Zug nach Yverdon für das Cup-Spiel anstand. Am Donnerstag waren sie zurück im Tessin. Und nun spielen sie am Samstagabend in Luzern. 

«Sie müssen einen Stürmer holen»

Auch Toni Esposito (51) nennt die Reisestrapazen als Grund, dass einige Punkte fehlen. Es sei aber nicht der einzige. «Für mich ist das Kader etwas zu dünn. Vor allem fehlt es an Spielern, die Tore garantieren. Sie haben im Sommer den Fehler gemacht, Zan Celar nicht gleichwertig zu ersetzen. Aber auch im Mittelfeld fehlt jemand, der dir Tore garantiert.»

Will Lugano bis zum Schluss um den Titel mitspielen, muss für Regazzoni und Esposito im Januar transfermässig daher etwas gehen. «Sie müssen einen Stürmer holen. Zwar ist es schwer, einen solchen im Winter zu verpflichten. Aber Lugano hat das nötige Kleingeld», sagt der ehemalige Stürmer von YB, Sion und St. Gallen.

Regazzonis Meisterprognose

Esposito ist ebenfalls davon überzeugt, dass es auf die Länge im Sturm etwas braucht. Nur mit Shkelqim Vladi (24) und Kacper Przybylko (31) werde es schwer. «Nur wenn ein richtiger Bomber kommt, kann Lugano ein Wörtchen um den Titel mitreden. Ansonsten wirds einfach eine gute zweite Saisonhälfte», so der langjährige GC- und Lugano-Profi.

Auf eine Prognose wagt sich Regazzoni hinaus. «Für mich stehen die Möglichkeiten auf den Titel von Lugano und Basel beide bei 40 Prozent. Servette dagegen 20 Prozent.» Für YB sei der Meisterzug dagegen abgefahren. Es ist die grosse Chance der Tessiner. 

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
UEFA Europa League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
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