Horrorzahlen bei GC und Luzern
So gehts unseren Super-League-Klubs

Zahlen, bitte! Welche Bilanzen der Super-Legue-Klubs stutzig machen. Und wo die Sorgenfalten am grössten sind.
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GC (im Bild Bradley Fink) hat im Geschäftsjahr 2023 14 Millionen Franken Verlust geschrieben.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

«Geld schiesst keine Tore!» Das berühmte Zitat von Trainer-König Otto Rehhagel (85) ist natürlich Kokolores. Weil die reichsten Vereine in beängstigender Regelmässigkeit auch die meisten Trophäen sammeln. 

Die Berner Young Boys lassen grüssen. 43 Millionen Personalaufwand weist der Meister im Geschäftsjahr 2023 aus. Und weil man in der Jahrestabelle 77 Punkte holte, macht das knapp 550'000 Franken pro Zähler. Zum Vergleich: Der FC Winterthur, der mit bloss 8 Millionen Franken Personalkosten das mit Abstand kleinste Budget der Liga hat, bezahlt pro Punkt weniger als die Hälfte. Beim FCB sinds im Jahr 2023 knapp 750'000 Franken pro Zähler (siehe Tabelle). 

Horrorzahlen bei Luzern und GC

Wirtschaftlich am schlechtesten abgeschnitten haben die Grasshoppers. 14 Millionen Verlust! Auch der FCL präsentiert Horrorzahlen. Das Eigenkapital liegt bei knapp minus vier Millionen, der Verlust bei 3 Millionen. 

Zum Vergleich: Der FCSG, von der Klubgrösse und dem Einzugsgebiet vergleichbar mit dem FCL, weist ein Eigenkapital von 19 Millionen Franken aus. Und einen Mini-Gewinn von 603'000 Franken. Bei den Spielertransfers haben die St. Galler einen Gewinn von knapp 2,5 Millionen gemacht, der FCL hingegen hat mehr für neue Spieler ausgegeben als eingenommen. 

Personalaufwand pro Punkt

Personalaufwand pro Punkt im Jahr 2023:

Basel: 727’272 Franken
YB: 558’000 Franken
GC: 333’000 Franken
FCSG: 314’000 Franken
FCZ: 301’000 Franken
Luzern: 300’000 Franken
Lugano: 266’000 Franken
Servette: 265’000 Franken
Winterthur: 210’000 Franken

Personalaufwand pro Punkt im Jahr 2023:

Basel: 727’272 Franken
YB: 558’000 Franken
GC: 333’000 Franken
FCSG: 314’000 Franken
FCZ: 301’000 Franken
Luzern: 300’000 Franken
Lugano: 266’000 Franken
Servette: 265’000 Franken
Winterthur: 210’000 Franken

Stutzig macht ein Blick auf die Vermittler-Honorare der Super-League-Klubs. Dort liegt der FCB mit 8,4 Millionen mit himmelweitem Abstand auf dem ersten Platz. Davon, dass Spielerberater beim FCB aber den ganz grossen Reibach machen, wollen die Bebbi nichts wissen. Auf Twitter schreibt der Klub: «Unter «Vermittlerhonorare» fallen beim FCB 2 Mio. Agentenprovisionen und 6,4 Mio. Transferanteile vorheriger Clubs von verkauften Spielern (z.B. Feyenoord/Burger, Nizza/Ndoye, Rennes/Diouf, Lausanne/Amdouni).

Insgesamt nimmt der FCB im Geschäftsjahr 2023 satte 55,5 Millionen für Spieler ein. Liga-Krösus YB noch nicht mal die Hälfte davon. Gleichwohl schreiben die Young Boys einen Gewinn von 6 Millionen Franken. Und sie werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass der legendäre Satz von Otto Rehhagel keine Richtigkeit haben wird. 

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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